Wasserbüffel bricht nach Unfall auf A1 aus Anhänger – Polizei muss Tier erschießen

(Symbolbild)

Ein spektakulärer Polizeieinsatz auf der Autobahn A1 bei Bremen endete am Donnerstagabend mit der Tötung eines Wasserbüffels durch die Polizei. Das Jungtier war nach einem Verkehrsunfall aus seinem Transportanhänger ausgebrochen und lief unkontrolliert auf der Fahrbahn herum.

Gegen 19 Uhr musste ein 52-jähriger Autofahrer mit Tiertransportanhänger zwischen den Anschlussstellen Oyten und dem Bremer Kreuz wegen stockenden Verkehrs stark abbremsen. Durch das Bremsmanöver durchbrach eines der beiden transportierten Wasserbüffel die Vorderwand des Anhängers und gelangte verletzt auf die Autobahn. Das Tier bewegte sich anschließend unkontrolliert auf der Fahrbahn und drohte, die Mittelschutzplanke zu überwinden und auf die Gegenfahrbahn zu gelangen.

Aus Sicherheitsgründen sperrte die Polizei daraufhin beide Richtungsfahrbahnen der A1. Trotz intensiver Bemühungen der Tierhalterin, der Polizistinnen und Polizisten sowie weiterer Verkehrsteilnehmer gelang es nicht, den Wasserbüffel zu beruhigen oder einzufangen. Um eine weitere Gefährdung des Straßenverkehrs auszuschließen, musste ein Polizist das Tier schließlich mit mehreren Schüssen aus der Dienstwaffe töten.

Nach der Bergung des toten Tieres konnte die Vollsperrung wieder aufgehoben werden. Der zweite, noch im Anhänger befindliche Wasserbüffel wurde vor Ort umgeladen. Für die Bergungsarbeiten und die Umladung blieb die Richtungsfahrbahn Münster bis etwa 20.20 Uhr teilweise gesperrt.

Bei den Schüssen entstanden auch Kollateralschäden: Sowohl an einem Fahrzeug eines unbeteiligten Verkehrsteilnehmers, der beim Wechsel von der A27 auf die A1 den Einsatzort passiert hatte, als auch an einem Polizeistreifenwagen wurden Beschädigungen in Form von Einschusslöchern festgestellt. Verletzt wurde niemand. Nach allem, was die Ermittler bisher wissen, besteht ein Zusammenhang zwischen den Beschädigungen und dem Schusswaffeneinsatz.

Die Polizei hat Ermittlungen zur Unfallursache und zum Schusswaffeneinsatz aufgenommen. Wie bei einer polizeilichen Schussabgabe üblich, hat eine andere Polizeiinspektion die Ermittlungen übernommen. Die Polizeiinspektion Cuxhaven bittet unter der Telefonnummer 04721/573115 um Zeugenhinweise. Zusätzlich wurde ein Hinweisportal unter https://nds.hinweisportal.de/wasserbueffel_bab geschaltet, über das auch Fotos und Videos von dem Geschehen eingereicht werden können.

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