Die Polizei in Westhessen warnt vor betrügerischen Goldankäufern, die ihre Opfer über großflächige Zeitungsannoncen ködern. Im Einzugsgebiet des Polizeipräsidiums Westhessen mehren sich derzeit entsprechende Betrugsfälle.
Die Täter gehen nach einem festen Schema vor: Sie mieten sich kurzfristig in lokalen Geschäftsräumen ein und schalten zur gleichen Zeit auffällige Werbeannoncen in den Werbeteilen der Zeitungen. Dabei bewerben sie den Ankauf von Gold jeglicher Art und Pelzmänteln und locken mit großen Gewinnversprechen.
Wenn sich die potenziellen Opfer an die beworbenen Geschäfte wenden und ihr Gold zur Wertschätzung abgeben, erleben sie wenige Tage später eine böse Überraschung: Die Geschäftsräume sind verwaist und die Betrüger mit dem abgegebenen Gold verschwunden.
Die Polizei gibt acht konkrete Verhaltenstipps zum Schutz vor solchen Betrugsmaschen: Misstrauen bei auffällig offensiv beworbenen Angeboten, besonders wenn Ankaufspreise deutlich über dem Marktwert liegen oder zeitlich befristete Sonderangebote beworben werden. Seriöse Händler beschränken sich in der Regel auf ein bestimmtes Spektrum und kaufen nicht wahllos alles an.
Außerdem rät die Polizei, keine Haustürgeschäfte mit offensiv auftretenden Händlern abzuschließen und Hausbesuche nur mit Zeugen oder Vertrauenspersonen zu empfangen. Besser sei es, örtlich etablierte Händler mit entsprechender Reputation zu wählen und vorab gründlich zu recherchieren – etwa durch Bewertungen, Impressum-Prüfung und Vergleich der Angebote mit aktuellen Marktpreisen.
Die Polizei empfiehlt zudem, keine spontanen Verkäufe aufgrund übergroßer Werbeannoncen zu tätigen und im Idealfall mehrere Angebote einzuholen. Wichtig sei auch die Anfertigung eines rechtlich gefestigten Kaufvertrages mit allen Eckdaten – von den Verkaufsparteien über präzise Mengen- und Preisangaben bis hin zur beidseitigen Unterschrift und Dokumentation der Zahlungsart.