Wolfsburg – Im Wolfsburger Industriegebiet in der Borsigstraße haben Unbekannte zwischen Mittwoch, dem 22. April, und Montag, dem 27. April 2026 sieben Kleinbrände gelegt. In drei Fällen konnte ein 18-jähriger Tatverdächtiger ermittelt werden. Die Polizei sucht nun Zeugen für die übrigen Vorfälle.
Den Auftakt bildete die Nacht zum 22. April: Gegen 00:35 Uhr rückte die Berufsfeuerwehr zu einem brennenden, etwa drei Meter hohen Lebensbaum aus. Beim Eintreffen der Kräfte war das Feuer bereits erloschen. Rund eine Stunde später, gegen 00:50 Uhr, löste ein Rauchmelder in einer Wohnung der nahegelegenen Obdachlosenunterkunft aus. Der Meldende konnte das Feuer selbst löschen; die alarmierten Beamten stellten eine leichte Beschädigung der Wohnungstür fest. In diesem Fall konnte der 18-Jährige als Tatverdächtiger ermittelt werden.
Am selben Mittwochabend gegen 22:20 Uhr musste die Berufsfeuerwehr erneut ausrücken: Ein Baum vor einem Bürogebäude der Unterkunft stand in Flammen. Das Feuer zerstörte den Baum vollständig und beschädigte durch die Hitzeentwicklung zudem die Fassade des Bürogebäudes. Auch für diesen Brand richtet sich der Tatverdacht gegen den 18-Jährigen.
Am frühen Sonntagmorgen, dem 26. April, gegen 01:00 Uhr meldete ein Zeuge einen brennenden Nadelbaum, den er bereits selbst gelöscht hatte. Etwa eine Stunde später, gegen 02:23 Uhr, brannte Buschwerk in der Borsigstraße, das ebenfalls gelöscht werden konnte. Auch für diese beiden Brände gilt der 18-Jährige als Tatverdächtiger.
Am Montagabend, dem 27. April, entdeckten zwei Radfahrer gegen 21:20 Uhr eine brennende Hecke unmittelbar neben einem Gebäude der Obdachlosenunterkunft. Die Berufsfeuerwehr löschte das Feuer vollständig. Verletzt wurde niemand. Eineinhalb Stunden später, gegen 22:50 Uhr, rückte die Feuerwehr erneut aus, um einen brennenden Müllcontainer zu löschen.
Zeugen, die Hinweise zu den Bränden geben können, werden gebeten, sich bei der Wolfsburger Polizei unter der Telefonnummer 05361/46460 zu melden.