121 Motorräder kontrolliert: Polizei startet Netzwerk Kradfahrer im Oberbergischen

(Symbolbild)

Die Polizei hat am Sonntag (19. April) mit der Auftaktveranstaltung „Netzwerk Kradfahrer“ eine neue Initiative zur Unfallprävention im Oberbergischen Kreis gestartet. Bei umfangreichen Kontrollen überprüften die Beamten 121 Motorräder und stellten dabei zahlreiche Verstöße fest.

Von 10 bis 18 Uhr kontrollierten die Polizisten an verschiedenen Örtlichkeiten im gesamten Kreisgebiet. Bei den technischen Überprüfungen entdeckten sie in 10 Fällen Ordnungswidrigkeiten. 17 Motorradfahrer waren zu schnell unterwegs – 13 Geschwindigkeitsverstöße wurden mit einem Verwarngeld geahndet, 10 führten zu Ordnungswidrigkeiten-Anzeigen. Den Spitzenwert erreichte ein Motorradfahrer aus dem Oberbergischen in Lindlar-Steinenbrück: Er fuhr 103 km/h statt der erlaubten 50 km/h.

Zusätzlich stellten die Beamten bei acht weiteren Motorradfahrern Ordnungswidrigkeiten fest, darunter die Missachtung des Durchfahrtverbots für Zweiräder auf der K19 in Lindlar. Auch Autofahrer gerieten ins Visier: 132 Geschwindigkeitsverstöße wurden gemessen, die zu 108 Verwarngeldern und 24 Ordnungswidrigkeiten-Anzeigen führten. In sieben Fällen ahndete die Polizei weitere Verstöße wie die Benutzung elektronischer Geräte beim Fahren.

Die Initiative reagiert auf die besorgniserregende Unfallstatistik im Oberbergischen Kreis. Im vergangenen Jahr verloren zwei Motorradfahrer auf oberbergischen Straßen ihr Leben, 35 weitere wurden bei Unfällen schwer verletzt. Die Polizei führt daher regelmäßig, insbesondere an Wochenenden, Kontrollen durch.

Die Veranstaltung diente jedoch nicht nur der Überwachung: In freundlicher und entspannter Atmosphäre kamen die Polizisten mit den Motorradfahrerinnen und Motorradfahrern ins Gespräch. Diese brachten zum größten Teil Verständnis für die Kontrollen auf. Die oberbergische Polizei kündigte an, auch künftig durch verstärkte polizeiliche Präsenz die Zahl der Motorradunfälle reduzieren zu wollen.