Stand 17:00 Uhr, Mittwoch, 29. Juli 2026: Für die kommenden 6 bis 12 Stunden besteht in Deutschland kein nennenswertes Gewitterrisiko. Der Instabilitäts-Index liegt heute bei 0 von 10 – die Atmosphäre ist vollständig stabil, konvektive Umlagerungen sind nicht zu erwarten. Die Temperaturen erreichten tagsüber bis zu 33 Grad, kühlen zur Nacht hin auf rund 12 Grad ab. Der Wind bleibt schwach mit Böen bis maximal 30 km/h – weit unterhalb kritischer Schwellenwerte. Niederschlag ist heute Nacht mit einer Wahrscheinlichkeit von lediglich 3 Prozent praktisch ausgeschlossen.
Die meteorologische Lage ist eindeutig: Ein stabiles Hochdruckfeld dominiert Deutschland und unterbindet jeglichen dynamischen Auftrieb für aufsteigende Luftmassen. Die Taupunkt-Spreizung – also der Abstand zwischen aktueller Temperatur und dem Punkt, an dem Wasserdampf kondensieren würde – beträgt heute 10,6 Grad Celsius. Erst bei Werten unter 7 Grad wird die Luft feucht genug, um Gewitterzellen zu befeuern. Mit einer relativen Luftfeuchte von 62 Prozent ist zudem zu wenig latente Energie in der Atmosphäre gespeichert, um Cumulonimbus-Wolken, also klassische Gewittertürme, entstehen zu lassen. Windscherung, die für rotierende Gewitterzellen notwendig wäre, ist bei den aktuellen Böenwerten ohne jede Relevanz.
Der Donnerstag, 30. Juli, setzt die Hitzewelle fort – mit Spitzenwerten bis 36 Grad bleibt der Instabilitäts-Index weiterhin bei 0, die Luftfeuchte fällt sogar auf 50 Prozent, die Taupunkt-Spreizung steigt auf 11,6 Grad. Gewitter sind auch morgen nicht zu erwarten, trotz der extremen Tageshitze bleibt die Atmosphäre zu trocken und zu stabil. Erst am Freitag, 31. Juli, zeichnet sich eine erste Veränderung ab: Der Instabilitäts-Index klettert auf 3 von 10, die Taupunkt-Spreizung sinkt auf 7,1 Grad – genau an der kritischen Grenze. Damit rückt das Niederschlagsrisiko auf 20 Prozent, und vereinzelte, meist schwache Konvektion ist am Freitagnachmittag nicht mehr ausgeschlossen, bleibt aber im niedrigen Risikobereich. Am Samstag, 1. August, stabilisiert sich das Bild bei stark gesunkenen Temperaturen (Maximum nur noch 19 Grad) wieder – Regen ist möglich, klassische Gewittergefahr besteht bei einem Instabilitäts-Index von 3 und kaum vorhandener thermischer Energie jedoch nicht.
Auch wenn heute Nacht und morgen kein Handlungsbedarf besteht, lohnt ein Blick auf die Entwicklung zum Freitag: Wer Outdoor-Aktivitäten, längere Autofahrten oder Wassersport für Freitagabend plant, sollte ab Mittag die Warnlage im Blick behalten. Klassische Vorzeichen auffrischender Konvektion sind ein plötzlicher Temperaturrückgang binnen weniger Minuten, rasch aufquellende dunkelgraue Wolkentürme im Westen oder Südwesten sowie ein spürbarer Druckabfall. Aktuelle Warnungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) sind jederzeit unter wettergefahren.de oder über die WarnWetter-App abrufbar. Für die aktuellen Hitzetage gilt: ausreichend trinken, körperliche Belastung in die Morgen- und Abendstunden verlegen und Fahrzeuge nie als Abstellort für Kinder oder Tiere nutzen.
