Das Wetter in Deutschland: Stabiler Montag – aber Mittwoch bringt erste Gewittergefahr

Stand 17:00 Uhr: Für die kommenden 6 bis 12 Stunden – also bis in die Nacht zum Dienstag – besteht in Deutschland kein nennenswertes Gewitterrisiko. Der heutige Montag zeigt sich mit Temperaturen zwischen 10 und 19 Grad zwar frisch, aber weitgehend ruhig. Die Niederschlagswahrscheinlichkeit liegt bei lediglich 20 Prozent, und tatsächliche Schauer oder Gewitter sind nach aktuellem Stand nicht zu erwarten. Der Wind weht mäßig mit Böen um 33 km/h – unangenehm, aber weit unterhalb kritischer Gewitterschwellen. Wer heute Abend noch draußen unterwegs ist, kann das ohne Gewittersorgen tun.

Der Grund für die stabile Lage liegt im meteorologischen Gesamtbild: Der Instabilitäts-Index liegt heute bei 3 von 10 – das entspricht einem niedrigen konvektiven Potenzial, also kaum Energie in der Atmosphäre, die sich in Gewittern entladen könnte. Die Luftfeuchte beträgt 68 Prozent und bleibt damit knapp unter der kritischen 70-Prozent-Marke, ab der die Atmosphäre ausreichend Feuchte für organisierte Konvektion bereitstellt. Der Taupunkt-Gradient – die Differenz zwischen Temperatur und Taupunkt – liegt bei 5,9 Grad und zeigt damit zwar eine gewisse Feuchte in bodennahen Schichten an, reicht aber in Kombination mit dem niedrigen Instabilitäts-Index nicht aus, um Gewitterzellen zu zünden. Windscherung und Böen bleiben ebenfalls zu schwach, um eine Rotation in möglichen Schauerwolken zu erzeugen.

Der Dienstag setzt den ruhigen Trend fort: Mit einer Niederschlagswahrscheinlichkeit von nur 4 Prozent und sinkender Luftfeuchte auf 50 Prozent ist es der stabilste Tag der Woche. Der Instabilitäts-Index verharrt bei 3, der Taupunkt-Gradient steigt sogar auf 6,7 Grad – ein Zeichen trockener Luft. Erst der Mittwoch verdient erhöhte Aufmerksamkeit: Der Instabilitäts-Index springt auf 6 von 10, womit wir uns in den moderaten Gewitterbereich bewegen. Der Taupunkt-Gradient fällt auf 4,9 Grad – das bedeutet, die bodennahe Luft wird wieder feuchter. Dazu steigen die Böen auf bis zu 37 km/h, und die Niederschlagswahrscheinlichkeit klettert auf 25 Prozent bei immerhin 1,2 mm erwartetem Niederschlag. Kurzum: Mittwoch ist der erste Tag, an dem einzelne Gewitter – vor allem am Nachmittag und Abend – nicht mehr ausgeschlossen werden können. Der Donnerstag beruhigt sich wieder deutlich, die Temperaturen fallen markant, und der Instabilitäts-Index kehrt auf 3 zurück.

Auch wenn heute und morgen keine Gewittergefahr besteht, lohnt sich der Blick auf die Warnsignale für Mittwoch schon jetzt: Achten Sie auf plötzlich aufquellende Cumulonimbus-Wolken (die charakteristischen Gewittertürme mit Amboss-Form), auf rasch zunehmende Böen und einen spürbaren Temperaturabfall innerhalb kurzer Zeit – das sind klassische Vorboten eines herannahenden Gewitters. Outdoor-Aktivitäten und Wassersport sollten am Mittwochnachmittag mit einem Auge auf aktuelle DWD-Warnungen geplant werden. Haltet die Warn-App NINA oder die DWD-WarnWetter-App griffbereit. Wer Mittwoch längere Autobahnstrecken plant, sollte spontane Starkregenzellen einkalkulieren und Abstand sowie Tempo rechtzeitig anpassen.