Das Wetter in Deutschland: Kein Gewitterrisiko – stabiler Herbst mit kühlen Nächten

Stand 17:00 Uhr: Für die kommenden 6 bis 12 Stunden besteht in Deutschland kein Gewitterrisiko. Der Instabilitäts-Index liegt heute bei lediglich 5 von 10 – ein Wert, der konvektive Entladungen zwar grundsätzlich nicht ausschließt, bei den aktuell vorherrschenden Bedingungen jedoch klar unter der kritischen Schwelle bleibt. Der Montag klingt trocken aus, Niederschlagswahrscheinlichkeit nahezu null, Wind ruhig mit Böen bis maximal 21 km/h. Kein Schauer, kein Blitz – ein entspannter Herbstabend.

Der Grund für die stabile Lage liegt im Zusammenspiel mehrerer meteorologischer Faktoren. Der Temperatur-Taupunkt-Gradient – also der Unterschied zwischen Lufttemperatur und dem Punkt, ab dem Wasserdampf kondensiert – beträgt heute 4,2 Grad Celsius. Werte unter 7 Grad Celsius gelten als feucht genug für potenzielle Konvektion, doch das allein reicht nicht aus. Entscheidend ist das fehlende dynamische Auftriebsmoment: Die Windscherung, also die Zunahme der Windgeschwindigkeit mit der Höhe, die rotierende Gewitterzellen (sogenannte Mesozyklonen) antreiben kann, ist bei Böen von gerade einmal 21 km/h vernachlässigbar gering. Auch wenn die Luftfeuchte mit 81 Prozent recht hoch ist, fehlt die notwendige Labilität in der Atmosphäre, um Luftmassen kraftvoll nach oben zu transportieren. Der Instabilitätsindex von 5 zeigt: Die Atmosphäre ist leicht labil, aber nicht labil genug für organisierte Konvektion.

In der Nacht und über die nächsten 24 Stunden entspannt sich die Lage weiter. Dienstag und Mittwoch sinkt der Instabilitäts-Index auf 3 von 10, die Luftfeuchte fällt auf 50 Prozent, und der Wind beruhigt sich auf unter 15 km/h. Beides sind klare Zeichen für eine sich stabilisierende Atmosphäre unter antizyklonalen Einfluss. Erst Donnerstag deutet sich ein leichter Wandel an: Ein schwaches Tiefdrucksystem bringt Regen mit einer Niederschlagswahrscheinlichkeit von 38 Prozent und Mengen um 0,6 Millimeter – zu wenig und zu schwach für Gewitter, aber der erste merkliche Einbruch der Herbststabilität. Die Temperaturobergrenze sinkt dann auf 13 Grad.

Besondere Sicherheitsmaßnahmen sind heute Abend und in den kommenden Tagen nicht erforderlich. Wer jedoch Outdoor-Aktivitäten für Donnerstag plant, sollte die Regenwahrscheinlichkeit im Blick behalten und entsprechende Kleidung einpacken. Motorradfahrer und Fahrradfahrer sollten beachten, dass nasse Straßen bei Herbsttemperaturen rutschiger werden als im Sommer. Insgesamt gilt: Die kommenden Tage bieten ruhiges, wenn auch kühles Herbstwetter ohne nennenswerte Unwettergefahr.