Länder und Kommunen setzen bei der Verwendung der 100 Milliarden Euro aus dem schuldenfinanzierten Sondervermögen des Bundes vor allem auf Straßenbau und Krankenhäuser. Das zeigt eine Umfrage des „Redaktionsnetzwerks Deutschland“ unter den 16 Bundesländern, die bis Dienstag ihre Planungen beim Bundesfinanzministerium vorlegen mussten.
Die Mittel stammen aus dem 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen des Bundes und sollen über die kommenden zwölf Jahre verplant werden. Nordrhein-Westfalen erhält als bevölkerungsreichstes Bundesland mit 21,1 Milliarden Euro den größten Anteil – davon fließen allein 1,5 Milliarden Euro in den Straßenbau.
Baden-Württemberg plant, eine Milliarde der insgesamt 13,1 Milliarden Euro in Straßen und Schienen zu investieren. Bei den Krankenhäusern sollen in Hessen 950 Millionen Euro und in Brandenburg 460 Millionen Euro aus dem Sondervermögen fließen.
Universitätskliniken stehen besonders im Fokus: Baden-Württemberg steckt 800 Millionen Euro in seine Unikliniken – rund viermal mehr als in die allgemeine Krankenhausinfrastruktur. Niedersachsen plant sogar 850 Millionen Euro allein für Baumaßnahmen an der Medizinischen Hochschule Hannover und der Universitätsmedizin Göttingen.