E-Scooter-Fahrt durch Hauptbahnhof Hannover endet in Haft

(Symbolbild)

Ein 34-jähriger Mann aus der Elfenbeinküste ist nach einer unerlaubten E-Scooter-Fahrt durch den Hauptbahnhof Hannover verhaftet worden. Gegen Mitternacht fuhr er entgegen der Hausordnung der Deutschen Bahn mit seinem Elektroroller durch den Personentunnel des Bahnhofs und wurde dabei von Bundespolizisten gestoppt.

Der Mann war mit seinem elektrischen Gefährt durch die Eingangstüren am Ernst-August-Platz in die Haupthalle des Hauptbahnhofs gefahren und weiter in Richtung der Treppenaufgänge zu den Bahnsteigen 1 und 2. Eine Präsenzstreife der Bundespolizei bemerkte die Fahrt und stoppte den 34-Jährigen für eine verkehrserzieherische Ansprache.

Bei der anschließenden Personenkontrolle stellten die Beamten in den polizeilichen Fahndungssystemen zwei Haftbefehle von zwei niedersächsischen Staatsanwaltschaften fest. Nach Strafverfahren aus 2019 und 2024 hatten Gerichte den Mann wegen Diebstahls und Trunkenheit im Straßenverkehr zu Geldstrafen von insgesamt 1.300 Euro verurteilt.

Bei beiden Geldstrafen hatte er lediglich einen Teil bezahlt und eine Restersatzfreiheitsstrafe von 30 Tagen offen. Der 34-Jährige wurde festgenommen und der Dienststelle zugeführt, wo er auf ein kontaktiertes Familienmitglied warten durfte.

Entgegen den Absprachen mit der Familie wurde der haftbefreiende Betrag von insgesamt 750 Euro jedoch nicht entrichtet. Der Ivorer wurde daraufhin in eine regionale Justizvollzugsanstalt eingeliefert, wo er nun seine 30-tägige Restersatzfreiheitsstrafe verbüßen muss, sofern die noch offene Geldstrafe nicht vorzeitig entrichtet wird.