Dürre-Alarm in Ostdeutschland: Bodenfeuchte dramatisch niedrig am 9. April 2026

Die aktuelle Dürrekarte des UFZ Helmholtz-Zentrums zeigt zum 9. April 2026 eine dramatische Situation: Weite Teile Deutschlands, insbesondere Ostdeutschland, leiden unter extremer Trockenheit. Während der Westen noch vereinzelt moderate Bodenfeuchte aufweist, sind große Gebiete in Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen tiefrot markiert – ein Zeichen für außergewöhnliche Dürre.

Aktuelle Dürrekarte Deutschland (Quelle: UFZ Dürremonitor)
Aktuelle Dürrekarte Deutschland (Quelle: UFZ Dürremonitor)

Am stärksten betroffen sind die östlichen Bundesländer, wo sich ein zusammenhängendes Gebiet extremer Trockenheit von Brandenburg bis nach Bayern erstreckt. Besonders dramatisch zeigt sich die Lage in Sachsen-Anhalt und Thüringen, wo kaum noch Gebiete mit ausreichender Bodenfeuchte zu finden sind. Auch große Teile Bayerns, vor allem im Norden und Osten, weisen kritische Dürrebedingungen auf. Etwas entspannter ist die Situation im Nordwesten: Teile Schleswig-Holsteins, Niedersachsens und Nordrhein-Westfalens zeigen noch gelbe bis orangefarbene Bereiche, was auf moderate Trockenheit hindeutet.

Die Niederschlagsdaten der vergangenen Woche verdeutlichen das Problem: Mit durchschnittlich nur 2,3 mm Regen deutschlandweit blieben die dringend benötigten Niederschläge aus. Besonders kritisch ist die Lage in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz, wo in den letzten sieben Tagen kein Niederschlag fiel. Auch die Vorhersage für die kommenden drei Tage bietet wenig Hoffnung – mit erwarteten 1,7 mm Niederschlag im Bundesdurchschnitt. Diese geringen Regenmengen können die massive Bodentrockenheit nicht beheben, da sie nur oberflächlich wirken und nicht bis zu den tieferen Bodenschichten vordringen, wo die Dürre am stärksten ausgeprägt ist.

Die anhaltende Trockenheit stellt eine massive Bedrohung für die Landwirtschaft dar. Viele Kulturen leiden bereits unter Wasserstress, was zu Ernteausfällen führen kann. Auch die Waldbrandgefahr steigt drastisch an, insbesondere in den stark betroffenen östlichen Regionen. Wasserversorger müssen bereits jetzt mit Engpässen rechnen, da Grundwasserstände vielerorts kritisch niedrig sind. Die Schifffahrt auf Flüssen könnte bei anhaltender Trockenheit ebenfalls beeinträchtigt werden.

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