32-Jähriger belästigt Zugbegleiterin sexuell und flüchtet über Gleise in Harburg

(Symbolbild)

Ein 32-jähriger Mann hat am Samstag in einem Fernverkehrszug zwischen Hannover und Hamburg-Harburg eine 30-jährige Zugbegleiterin sexuell belästigt. Der Deutsche umarmte und küsste die Frau bei einer Fahrkartenkontrolle mehrfach gegen ihren Willen.

Als die Bundespolizei zum Halt des Zuges in Hamburg-Harburg gerufen wurde, flüchtete der Mann noch vor dem Eintreffen der Beamten. Er rannte nach der Ankunft auf Gleis 1 durch den Zug und anschließend über die Gleise 3, 4, 5 und 6 – obwohl Bahnverkehr herrschte. Der Mann hatte weder eine gültige Fahrkarte noch Ausweispapiere dabei.

Die Polizisten erstellten nach einer Videosichtung Fahndungsbilder. Die betroffene Zugbegleiterin bestätigte bei ihrer Befragung nochmals den Vorfall. Ihr wurde Kontakt zum polizeilichen Opferschutz angeboten.

Gegen 22:33 Uhr erkannten Bundespolizisten den Flüchtigen bei einem anderen Einsatz wieder und nahmen ihn fest. Er war erneut ohne gültige Fahrkarte und ohne Ausweispapiere mit einem Fernverkehrszug vom Hamburger Hauptbahnhof nach Harburg gefahren. Der Mann verweigerte jede Aussage zu den Vorwürfen. Ein Alkoholtest ergab 0,0 Promille.

Nach der Aufnahme von Fingerabdrücken und Fotos wurde der 32-Jährige mit einem Platzverweis wieder entlassen. Die Bundespolizei leitete Strafverfahren wegen sexueller Belästigung und zweifachen Erschleichens von Leistungen ein.

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