Hamburger S-Bahn muss wegen Pfandsammler im Gleisbereich notbremsen

(Symbolbild)

Ein 29-jähriger Pole hat am 13. Juni gegen 11 Uhr im S-Bahnhof Wilhelmsburg eine gefährliche Situation verursacht. Der Mann suchte in den Gleisen nach Pfandflaschen, während der normale Betrieb lief.

Der Fahrer einer S3 aus Harburg erkannte die Gefahr und leitete eine Notbremsung ein. Die S-Bahn kam etwa 30 Meter vor dem Bahnsteig zum Stehen. Durch die Schnellbremsung wurde niemand verletzt.

Nach der Meldung des Vorfalls veranlasste die Bundespolizei sofort eine Streckensperrung und Stromabschaltung der S-Bahnstromschienen. Polizisten erreichten die Station unter Verwendung von Sonder- und Wegerechten.

Videoaufzeichnungen und Gespräche mit dem Zugführer zeigten, dass der polnische Staatsangehörige den Gleisbereich eigenständig über den Bahnsteig verlassen hatte. Die Polizisten trafen den 29-Jährigen am Eingangsbereich des S-Bahnhofs an und kontrollierten ihn.

Die Beamten klärten den Mann eindringlich über die Gefahren und sein verbotenes, lebensgefährliches Verhalten auf. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen erhielt er einen Platzverweis für den S-Bahnhof Wilhelmsburg.

Gegen den Mann läuft nun ein Strafverfahren wegen des Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr. Der Ermittlungsdienst der Bundespolizeiinspektion Hamburg führt die weiteren Ermittlungen.

Die Bundespolizei warnt erneut vor leichtsinnigem Verhalten an Bahnanlagen: „Der Aufenthalt im Gleisbereich ist lebensgefährlich und verboten! Die Stromschienen im S-Bahn-Bereich führen 1200 Volt Gleichstrom. Eine Berührung kann zu tödlichen Verletzungen führen. Zugführer können nicht ausweichen und die Bremswege sind oftmals zu lang, um ein Erfassen von Personen im Gleisbereich noch zu stoppen.“

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