Ein Motorradpolizist hat am Freitagmorgen in Bielefeld einen massiv überladenen Transporter aus dem Verkehr gezogen. Bei einer Kontrolle an der Lerchenstraße stellte sich heraus, dass der Renault Master eines 25-jährigen Fahrers um fast zwei Tonnen überladen war.
Der Beamte des Verkehrsdienstes stoppte den Transporter gegen 9:20 Uhr, nachdem ihm die übermäßige Belastung der Hinterachse aufgefallen war. Der 25-Jährige, Mitarbeiter einer Gütersloher Firma, hatte so viel Sand auf der Ladefläche transportiert, dass die große Last deutlich sichtbar war. Die Polizei befürchtete eine Beeinträchtigung des Fahrverhaltens und eine Verlängerung des Bremswegs.
Die Wiegung auf einer Fahrzeugwaage ergab ein erschreckendes Ergebnis: Der Transporter brachte knapp 5.400 Kilogramm auf die Waage, obwohl das zulässige Gesamtgewicht nur 3.500 Kilogramm beträgt. Nach Abzug eines Toleranzwerts errechneten die Beamten eine Überladung von 54 Prozent.
Der Fahrer durfte nicht weiterfahren und musste zunächst einen Teil der Sandladung abladen. Sowohl den 25-jährigen Fahrer als auch den 28-jährigen Fahrzeughalter erwarten nach dem Bußgeldkatalog Geldstrafen von jeweils 235 Euro und ein Punkt in Flensburg.
Die Polizei weist darauf hin, dass das Leergewicht des Fahrzeugs zusammen mit allen transportierten Gewichten das zulässige Gesamtgewicht nicht überschreiten darf. Je mehr Gewicht durch beförderte Personen oder Anbauteile wie Kisten oder Werkzeuge entsteht, desto weniger darf das Ladungsgewicht betragen.