In der Silvesternacht waren mehrere hundert Polizistinnen und Polizisten in Köln und Leverkusen im Einsatz, um die Sicherheit der Feiernden zu gewährleisten. Bereits vor Mitternacht gab es rund um die Rheinuferpromenade sowie an den bekannten Feier-Hotspots rund um die Kölner Ringe und das Zülpicher Viertel ein hohes Besucheraufkommen.
Stand 6 Uhr erteilten die Einsatzkräfte in Köln und Leverkusen insgesamt 86 Platzverweise, nahmen 29 Personen fest und leiteten Ermittlungsverfahren ein. Die Taten umfassen Körperverletzung, Sachbeschädigung, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte sowie sexuelle Belästigung. Zudem stellten die Beamten fünf Messer sicher.
Bei Verkehrskontrollen wurden über 40 Autofahrer überprüft. In mehreren Fällen lag der Verdacht des Fahrens unter Alkohol- bzw. Betäubungsmittel-Einfluss vor; vier Autofahrer mussten ihre Führerscheine vor Ort abgeben.
Einsatzlage Köln: Kurz vor Mitternacht meldeten Anrufer auf der Berliner Straße in Köln-Mülheim eine Personengruppe, aus der heraus offenbar wahllos auf vorbeifahrende Autos geschossen worden sei. Die Einsatzkräfte stellten einen Verdächtigen fest und fanden bei einer Durchsuchung eine Schreckschusswaffe; es folgte die Sicherstellung der Waffe sowie eine entsprechende Strafanzeige.
Gegen 0:20 Uhr beschoss ein Mann auf dem Hohenzollernring mehrere Einsatzkräfte mit Feuerwerkskörpern. Die Beamten nahmen den Mann in Gewahrsam und leiteten ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung ein.
Nachdem eine überwiegend jugendliche Personengruppe gegen 1 Uhr im Bereich Görlinger Zentrum Polizisten mutmaßlich gezielt mit Feuerwerkskörpern beworfen hatte, verstärkte die Polizei dort ihre Präsenz. Zwei beteiligte Jugendliche (beide 14) wurden angetroffen, Personalien festgestellt und die Erziehungsberechtigten informiert. Beide erwartet ein Ermittlungsverfahren. Die Polizisten blieben unverletzt.
Über die gesamte Nacht wurden der Polizei Vorfälle des missbräuchlichen Einsatzes von Pyrotechnik gemeldet. Dabei stellten die Einsatzkräfte wiederholt den Beschuss von Personen – darunter auch Polizisten – sowie von Fahrzeugen fest. In allen Fällen leitete die Behörde Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung ein oder fertigte Ordnungswidrigkeitenanzeigen.
Einsatzlage Leverkusen: In Leverkusen-Rheindorf wurden Streifenteams gegen 2:15 Uhr zu einer brennenden Mülltonne auf den Königsberger Platz gerufen und während der Einsatzbearbeitung von Unbekannten mit Feuerwerkskörpern und einer Schreckschusswaffe attackiert. Als die Polizisten wenig später zu ihrem Streifenwagen zurückkehrten, stellten sie eingeschlagene Front- und Heckscheiben sowie beschädigte Außenspiegel fest. Die Beamten blieben unverletzt.
Gegen 4 Uhr rückten die Streifenteams zu einer Schlägerei zwischen mehreren Beteiligten auf die Unterstraße in Rheindorf aus. Nachdem Polizisten die Situation beruhigt und den Sachverhalt aufgenommen hatten, brachten sie einen aggressiv auftretenden Mann ins Polizeigewahrsam. Er muss sich unter anderem wegen eines tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte verantworten. Zwei Beteiligte erlitten leichte Verletzungen und wurden in einem Krankenhaus versorgt.
Gegen 5 Uhr gaben Polizisten einem unbeleuchteten Fahrzeug auf der Solinger Straße in Rheindorf Anhaltezeichen. Der Fahrer (25) beschleunigte jedoch und versuchte, sich der Kontrolle zu entziehen. Seine Flucht endete nach einem Aufprall auf einen Briefkasten. Die Beamten stellten den mutmaßlich unter Drogeneinfluss stehenden Mann fest und ordneten eine Blutprobe an.
Hinweis der Polizei Köln: Eine Kriminalitätsbilanz für die Silvesternacht wird die Polizei wegen der erfahrungsgemäß erst in den kommenden Tagen zusätzlich eingehenden Strafanzeigen am 8. Januar veröffentlichen. Eine abschließende Bewertung und strafrechtliche Einordnung sind vielfach erst zu einem späteren Zeitpunkt und nach weiteren Ermittlungen möglich.
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