In der Nacht zu Donnerstag kam es im Stadtgebiet Wolfsburg zu mehreren Einsätzen rund um Silvester. Nach bisherigen Erkenntnissen blieb niemand verletzt. Das im Vorfeld entwickelte Einsatzkonzept der Polizei bewährte sich: Durch verstärkte Präsenz und das koordinierte Vorgehen der Einsatzkräfte konnte schnell, angemessen und sicher reagiert werden.
Auf dem Marktplatz Westhagen zeigte die Polizei mit Unterstützung der Bereitschaftspolizei eine offene Präsenz und führte gezielte Kontrollen durch. Mehreren Jugendlichen wurde Pyrotechnik festgestellt, die erst ab 18 Jahren erlaubt ist. Die Gegenstände wurden sichergestellt. Gegen Minderjährige wurden Platzverweise ausgesprochen sowie Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet.
Bei einer weiteren Person stellten die Einsatzkräfte einen Pyrogegenstand sowie eine Schreckschusswaffe fest, für die keine Erlaubnis vorlag. Auch diese Gegenstände wurden sichergestellt. Entsprechende Straf- und Ordnungswidrigkeitenverfahren wurden eingeleitet.
Die Einsatzkräfte mussten unter anderem wegen unsachgemäßen Umgangs mit Pyrotechnik sowie ruhestörender Vorfälle tätig werden. Vermehrt meldeten sich Hinweise, dass Pyrotechnik gegen Personen oder Fahrzeuge gerichtet werden sollte. In den meisten Fällen konnten bei Eintreffen der Beamten keine Feststellungen getroffen werden. In einem Fall ermittelte die Polizei einen Jugendlichen als Tatverdächtigen. Gegen ihn wurde eine Strafanzeige wegen gefährlicher Körperverletzung gefertigt.
Neben mehreren in Brand geratenen Müllcontainern im Stadtteil Westhagen kam es gegen 01:30 Uhr in der Breslauer Straße zu einem Balkonbrand, vermutlich ausgelöst durch Pyrotechnik. Es entstand leichter Sachschaden.
Gegen 05:30 Uhr kam es im Bereich des Kaufhofs zu einer Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen, die sich im weiteren Verlauf zu einer körperlichen Auseinandersetzung entwickelte. Rund 120 Personen, teils stark alkoholisiert, hatten sich vor den Gaststätten versammelt. Um die Lage zu beruhigen, wurden mehrere Streifenwagen eingesetzt. Vier Personen im Alter von 20 bis 30 Jahren wurden vorübergehend in Gewahrsam genommen. Die Solidarität aus der Menge gegenüber den Beamten war spürbar. Später griff ein 35-jähriger Mann einen Polizeibeamten tätlich an; der Mann leistete Widerstand und kam in Gewahrsam. Entsprechende Strafverfahren wurden eingeleitet.
Zur Verhinderung weiterer Straftaten erhielten die im Bereich des Kaufhof verbliebenen Personen Platzverweise. Die Umsetzung der Maßnahme erfolgte unter Begleitung durch Polizeikräfte. Am Vormittag wurden alle Gewahrsam genommenen Personen entlassen. Entsprechende Verfahren wurden eingeleitet und Kostenrechnungen erstellt.