Polizei Osthessen kontrolliert 123 Fahrzeuge am Carfreitag – 22 Verstöße festgestellt

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Die Polizei Osthessen hat am Karfreitag (3. April) verstärkte Verkehrskontrollen in mehreren Innenstädten durchgeführt und dabei 123 Fahrzeuge überprüft. Bei 22 Fahrzeugen stellten die Beamten Verstöße fest. Der sogenannte „Carfreitag“ gilt für viele Auto- und Motorradliebhaber als Saisonauftakt und zieht sie in die Innenstädte.

Die Kontrollen richteten sich gegen Beschwerden von Anwohnern und anderen Verkehrsteilnehmern über aufheulende Motoren und respektloses Verhalten. Die speziell ausgebildete Kontrollgruppe „Tuner, Raser, Poser“ konzentrierte sich auf die Überprüfung technischer Fahrzeugveränderungen und suchte präventive Gespräche mit den Fahrzeugführern.

Bei fünf Fahrzeugen mussten die Beamten aufgrund unzulässiger technischer Veränderungen ein Verfahren wegen des Erlöschens der Betriebserlaubnis einleiten. Insgesamt erstatteten sie fünf Verkehrsstrafanzeigen, darunter für das Fahren ohne Pflichtversicherung. Zusätzlich stellten die Kontrollkräfte drei Verstöße gegen das Waffengesetz fest und ahndeten 42 Ordnungswidrigkeiten.

In der Fuldaer Lindenstraße führten die Beamten zwischen 15.30 und 18 Uhr gezielte Geschwindigkeitsmessungen durch. Dabei registrierten sie 29 Verstöße gegen die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h. Zivilstreifen kontrollierten auch Fahrer, die zwar die Geschwindigkeitsbegrenzung einhielten, jedoch durch lautes Motorenaufheulen und starkes Beschleunigen ein provokantes Fahrverhalten zeigten.

Bei mehreren Fahrzeugen führten die Kontrolleure Standgeräuschmessungen durch, nachdem der Verdacht auf manipulierte Abgasanlagen aufgekommen war. Bei vier Fahrzeugen wiesen die Messungen Auffälligkeiten auf. Besonders bemerkenswert war ein GMC, bei dem die zulässige Lautstärke um das Vierfache überschritten wurde. Die Kontrollen setzten sich bis in die späten Abendstunden fort.

Das Polizeipräsidium Osthessen kündigte an, dass die technisch versierten Beamten der Kontrollgruppe auch weiterhin das regelkonforme Verhalten im Straßenverkehr überwachen werden. Das Phänomen der „Raser, Poser und Tuner“ bleibt ein Schwerpunktthema der osthessischen Verkehrssicherheitsarbeit.