Die Polizeidirektion Göttingen hat am Montag, den 13. April 2026, im Kreishaus Hildesheim eine Fachveranstaltung zum Thema „Sicherheit und Ordnung im Wandel“ durchgeführt. Rund 150 Vertreter aus Polizei, Justiz, Kommunen und Bundesbehörden kamen zu der Regionalkonferenz zusammen, darunter Landräte, Oberbürgermeisterinnen und Oberbürgermeister sowie Vertreter themenverantwortlicher Behörden.
Die Veranstaltung sollte den fachlichen Austausch fördern, bestehende Strukturen stärken und Synergien zwischen den beteiligten Institutionen erzeugen. Zudem ging es darum, ein gemeinsames Verständnis für die Herausforderungen moderner Sicherheitsarbeit zu entwickeln.
„Die Gewährleistung von Sicherheit und Ordnung ist heute mehr denn je eine gemeinsame und vor allen Dingen sehr komplexe Aufgabe“, betonte Polizeipräsidentin Tanja Wulff-Bruhn in ihrer Eröffnungsrede. Die aktuellen geo- und gesellschaftspolitischen Entwicklungen erforderten eine enge, strukturierte und dauerhaft angelegte Kooperation aller Beteiligten.
Drei zentrale Themenfelder standen im Fokus der Konferenz: Hybride Bedrohungen wie Cyberangriffe, Desinformation und Spionage, die zunehmend auch auf regionaler Ebene sicherheitsrelevant sind. Außerdem ging es um Früherkennungs- und Bedrohungsmanagement, insbesondere zur Prävention schwerer Gewalttaten und der frühzeitigen Identifizierung von Risikopersonen. Als drittes Themenfeld wurden personen- und familienbezogene Herausforderungen im Bereich Sicherheit und Ordnung behandelt, die häufig ein abgestimmtes Vorgehen mehrerer Behörden erfordern.
Nach fachlichen Einführungsvorträgen diskutierten die Teilnehmer im Rahmen eines interaktiven „World-Cafés“ konkrete Fragestellungen aus ihrer jeweiligen Praxis, identifizierten Schnittstellen und entwickelten erste gemeinsame Lösungsansätze.
Mit dieser Veranstaltungsreihe übernimmt die Polizeidirektion Göttingen eine Vorreiterrolle, der künftig auch andere Behörden des Landes Niedersachsen folgen sollen. Das Format soll auf regionaler Ebene fortgeführt werden, um die Zusammenarbeit weiter zu vertiefen und den gemeinsamen Beitrag zur Stärkung der öffentlichen Sicherheit und der freiheitlich demokratischen Grundordnung nachhaltig auszubauen.
„Wir sind mit der Resonanz und den fundierten Ergebnissen sehr zufrieden, der inhaltliche Diskurs zu den Themenschwerpunkten hat zukunftsorientierte Impulse gesetzt. Diesen erfolgreichen Weg setzen wir in einem engen Schulterschluss auf den unterschiedlichen Ebenen unbedingt fort“, resümierte Polizeipräsidentin Tanja Wulff-Bruhn im Nachgang.