Offenbach: Chaotischer Parkplatz-Unfall mit sechs Verletzten und 65.000 Euro Schaden

(Symbolbild)

Ein schwerer Verkehrsunfall auf einem Kundenparkplatz im Offenbacher Odenwaldring hat am vergangenen Mittwochmittag sechs Menschen verletzt und einen Sachschaden von 65.000 Euro verursacht. Wie die Polizei mitteilte, waren insgesamt fünf Fahrzeuge in das Geschehen verwickelt.

Nach den bisherigen Ermittlungen löste ein 63-jähriger Autofahrer eine Art Kettenreaktion aus. Der Mann soll beim Rückwärtsfahren zunächst zwei Fußgänger erfasst haben – eine 54-Jährige wurde dabei schwer verletzt, ein 41 Jahre alter Mann erlitt leichte Verletzungen. Anschließend stieß der Volvo-Fahrer gegen ein geparktes Auto und erfasste einen weiteren Passanten im Alter von 43 Jahren, der ebenfalls leicht verletzt wurde.

Der Unfallhergang setzte sich dramatisch fort: Als der 63-Jährige gegen einen zweiten PKW krachte, wurde dieser gegen einen dritten Wagen geschleudert. Dabei kollidierte das Fahrzeug mit einem 58 Jahre alten Fußgänger, der kurz mitgeschleift und überrollt wurde. Dieser Mann und die 54-jährige Frau kamen schwer verletzt in umliegende Krankenhäuser.

Schließlich stieß der Unfallverursacher noch gegen einen vierten Wagen. Dessen beide Insassen, zwei Frauen im Alter von 49 und 50 Jahren, erlitten dabei ebenfalls leichte Verletzungen. Der 41-Jährige trug zudem einen Farbeimer, der bei dem Anstoß gegen ein weiteres Auto geschleudert wurde.

Neben den Fahrzeugen entstanden auch Sachschäden an einem nahezu vollständig zerstörten Einkaufswagen-Unterstand sowie an einem Zaun und einem angrenzenden Grünstreifen. Der 63-Jährige musste seinen Führerschein abgeben.

Als Ursache für den Kontrollverlust ermittelten die Beamten einen ungewöhnlichen Umstand: Der Mann soll seinen Volvo nicht auf gewöhnliche Weise gesteuert haben, sondern dabei auf der Mittelkonsole gesessen und nur ein Bein zur Betätigung von Gas- und Bremspedal genutzt haben. Gegen ihn wird nun unter anderem wegen Verdachts der Straßenverkehrsgefährdung ermittelt.

Die Polizei sucht weiterhin Zeugen und bittet unter der Telefonnummer 069 8098-5100 um ergänzende Hinweise.

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