Seniorin fällt auf Schockanruf herein und übergibt Schmuck an falsche Polizisten

(Symbolbild)

Eine hochbetagte Seniorin aus Salzgitter-Bad ist am Montag Opfer eines sogenannten Schockanrufs geworden und hat Schmuck in noch nicht bezifferter Höhe an Betrüger verloren. Der Vorfall ereignete sich am 14. April zwischen 16:00 und 18:30 Uhr.

Nach den bisherigen Erkenntnissen der Polizei erhielt die Frau einen Anruf von einem angeblichen Polizeibeamten. Dieser teilte ihr mit, dass ihre Tochter in einen Verkehrsunfall verwickelt sei, bei dem eine Person zu Tode gekommen sei. Zusätzlich beeinflusste eine am Telefon weinende Frau die Seniorin massiv. Die Betrüger forderten eine hohe Bargeldsumme als Kaution.

Die gutgläubige Seniorin fiel auf die Masche herein und übergab einem angeblichen Polizeibeamten an ihrer Haustür einen Beutel mit Schmuck. Die Polizei ermittelt derzeit die genaue Schadenshöhe.

Die Polizei Salzgitter weist darauf hin, dass es häufig zu solchen Schockanrufen kommt. Die Anrufer geben sich als Beschäftigte der Polizei, der Staatsanwaltschaft oder als andere Amtspersonen aus und behaupten, ein naher Verwandter sei in einen Unfall verwickelt, bei dem eine Person erheblich verletzt oder getötet worden sei. Dabei wird Bargeld oder Schmuck als Kaution verlangt.

Zum Schutz vor derartigen Betrugsversuchen gibt die Polizei mehrere Verhaltenstipps: Bürger sollen niemals Geld oder Wertsachen an unbekannte Personen an der Haustür oder anderswo übergeben, da staatliche Institutionen niemals solche Forderungen stellen oder Boten zum Abholen schicken. Betroffene sollen ruhig bleiben, sich nicht unter Druck setzen lassen und das Gespräch beenden. Anschließend sollten sie sofort Vertrauenspersonen oder die Polizei anrufen und dabei selbst recherchierte Telefonnummern verwenden.

Die echte Polizei fragt immer nach wichtigen Details der Anrufenden, wobei auch die angezeigte Telefonnummer und der Zeitpunkt des Anrufs wichtig sein können. Betroffene sollten sich Notizen zum Gesprächsinhalt machen, etwa zu Akzent oder Hintergrundgeräuschen, aber niemals persönliche Details oder Angaben zu Vermögensverhältnissen preisgeben. Bei solchen Anrufen sollte sofort die Polizei über die Notrufnummer 110 informiert und in jedem Fall Anzeige erstattet werden.