Steine auf Gleise gelegt: Regionalbahn muss bei Niesky notbremsen

Symbolbild Bundespolizei

Ein Regionalzug der Ostdeutschen Eisenbahn (ODEG) musste am Mittwochnachmittag zwischen Niesky und Hoyerswerda eine Schnellbremsung einleiten, nachdem er über Steine gefahren war, die auf den Gleisen lagen. Der Vorfall ereignete sich gegen 16:30 Uhr auf der Bahnstrecke 6107 im Bereich eines Bahnübergangs.

Die RB 64 kam nach der automatischen Notbremsung bei Bahnkilometer 41,0 zum Stehen. Verletzt wurde bei dem Vorfall niemand. Die Bahnstrecke wurde daraufhin gesperrt, nach einer ersten Überprüfung konnte der Zug seine Fahrt jedoch mit verminderter Geschwindigkeit fortsetzen.

Am Ereignisort stellten die Ermittler fest, dass vermutlich einzelne Steine gezielt auf beide Schienenkörper gelegt worden waren. Den Spuren zufolge waren die Steine nicht nur auf das betroffene Gleis, sondern auch auf das Gegengleis gelegt worden. Dort waren sie bereits von einem anderen Zug überfahren worden, ohne dass es zu Folgen gekommen war.

Die Streckensperrung wurde nach kurzer Zeit wieder aufgehoben. Die Bundespolizei sicherte am Tatort Spuren und leitete wegen des Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr ein Ermittlungsverfahren ein.