Bei einer gemeinsamen Schwerpunktkontrolle von Bundes- und Landespolizei Hamburg am Bahnhof Berliner Tor haben die Beamten am 15. April 2026 insgesamt neun Waffen sichergestellt. In der siebenstündigen Aktion von 14 bis 21 Uhr kontrollierten 60 Einsatzkräfte 926 Personen zur Gewaltprävention und Überwachung des Waffenverbots im öffentlichen Nahverkehr.
Die Bilanz der Kontrollen: Die Polizisten stellten acht Messer, einen Schlagring und eine Schreckschusswaffe sicher. Zudem führten die Beamten 13 Strafanzeigen durch – wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz, Erschleichen von Leistungen, Verstößen gegen das Aufenthaltsgesetz und Hausfriedensbruch. Zwei Fahndungstreffer für Aufenthaltsermittlungen konnten ebenfalls erzielt werden.
Besonders auffällig wurde ein 15-jähriger Jugendlicher, der gleich drei verbotene Gegenstände bei sich trug: eine Schreckschusswaffe, ein Taschenmesser und einen Schlagring. Die Einsatzkräfte führten den Teenager dem Polizeikommissariat 11 zu und entließen ihn nach Abschluss der Maßnahmen und Rücksprache mit den Erziehungsberechtigten.
Ein weiterer Fall betraf einen 25-jährigen Deutschen, der 24 Verkaufseinheiten mutmaßliches Marihuana und rund 2.500 Euro Bargeld mit sich führte. Die Beamten nahmen ihn vorläufig fest und beantragten über die Staatsanwaltschaft Hamburg eine Wohnungsdurchsuchung. Dabei fanden sie eine weitere Schreckschusswaffe und einen Teleskopschlagstock, die ebenfalls sichergestellt wurden. Nach erkennungsdienstlichen Maßnahmen wurde auch er entlassen.
Die Kontrollen wurden von den Verbundpartnern DB Sicherheit und Hochbahnwache mit rund 50 Mitarbeitenden des Sicherheitsdienstes unterstützt. Die Aktion zielte darauf ab, das Dunkelfeld des Mitführens gefährlicher Gegenstände aufzuhellen und die klare Botschaft zu vermitteln, dass Waffen jeglicher Art im Bahnverkehr nichts zu suchen haben.
Beide Polizeibehörden kündigten an, auch künftig wiederkehrend und unangekündigt entsprechende Einsätze gemeinsam mit ihren Verbundpartnern durchzuführen, um Verstöße konsequent zu ahnden und die Bürger weiter zu sensibilisieren.