E-Scooter-Unfälle in Heilbronn steigen um 26 Prozent – eine Person stirbt

(Symbolbild)

Die Zahl der E-Scooter-Unfälle im Stadt- und Landkreis Heilbronn ist 2025 dramatisch angestiegen. Wie das Polizeipräsidium mitteilte, erhöhte sich die Unfallzahl um 26 Prozent auf 164 Fälle. In 129 Fällen wurden Menschen verletzt, davon zehn schwer und 113 leicht. Eine Person kam sogar ums Leben.

Einen großen Anteil der Unfälle verzeichnet das Stadtgebiet Heilbronn. Die Polizei sieht die Ursachen vor allem im problematischen Nutzungsverhalten der Fahrer und der hohen Verfügbarkeit der Elektroroller. Viele unterschätzten sowohl die Geschwindigkeit als auch das Gefährdungspotenzial der E-Scooter. Mangelnde Regelkenntnisse und Bedienfehler erhöhen zusätzlich das Verletzungsrisiko.

Aus diesem Grund startete das Polizeipräsidium Heilbronn diese Woche eine Präventionskampagne in den sozialen Medien. Dabei klärten die Beamten über häufige Regelverstöße auf: Nur eine Person darf mit dem E-Scooter fahren, die Nutzung auf Gehwegen ist verboten, und Handys sind während der Fahrt tabu. Das Mindestalter liegt bei 14 Jahren – Eltern, die ihren jüngeren Kindern das Fahren erlauben, müssen mit einem Punkt und 90 Euro Bußgeld rechnen, bei Unfällen sogar mit 135 Euro.

Zusätzlich gelten die gleichen Promillegrenzen wie beim Autofahren: Ab 0,5 Promille liegt eine Ordnungswidrigkeit vor, ab 1,1 Promille eine Straftat. Außerdem brauchen E-Scooter eine allgemeine Betriebserlaubnis und eine Versicherungsplakette.

Weitere Präventionstipps und Regelungen stellt die Polizei unter https://gib-acht-im-verkehr.de/themen/fahrrad/elektrokleinstfahrzeuge-e-scooter zur Verfügung. Das Polizeipräsidium Heilbronn ist nun auch über WhatsApp erreichbar: https://whatsapp.com/channel/0029Vb5xtFC7IUYQiWcl6y1v