Chinesischer Sprachtag: UN würdigt Mandarin als Weltsprache

Am heutigen 20. April begehen die Vereinten Nationen den Chinesischen Sprachtag (Chinese Language Day). Dieser wurde 2010 von der UN-Hauptabteilung Globale Kommunikation ins Leben gerufen, um die kulturelle Vielfalt und Mehrsprachigkeit zu fördern sowie das Bewusstsein für die chinesische Sprache und Kultur zu stärken.

Das Datum wurde zu Ehren von Cangjie gewählt, einer legendären Figur der chinesischen Mythologie, die als Erfinder der chinesischen Schriftzeichen gilt. Der 20. April wird in der chinesischen Tradition als „Guyu“ bezeichnet – ein wichtiger Tag im traditionellen chinesischen Kalender, der mit der Entstehung der Schrift in Verbindung gebracht wird.

Mandarin-Chinesisch ist mit über 918 Millionen Muttersprachlern die meistgesprochene Sprache der Welt. Als eine der sechs offiziellen UN-Arbeitssprachen neben Englisch, Französisch, Russisch, Spanisch und Arabisch spielt sie eine zentrale Rolle in der internationalen Diplomatie. Die chinesische Schrift mit ihren über 50.000 Zeichen zählt zu den ältesten kontinuierlich verwendeten Schriftsystemen der Welt.

In einer Zeit wachsender globaler Vernetzung gewinnt das Erlernen der chinesischen Sprache international an Bedeutung. Weltweit lernen mehr als 100 Millionen Menschen Chinesisch als Fremdsprache. China investiert stark in die Verbreitung seiner Sprache durch Konfuzius-Institute, die in über 160 Ländern vertreten sind.

Der Tag wird weltweit mit kulturellen Veranstaltungen, Sprachkursen, Kalligrafie-Workshops und Vorträgen über chinesische Literatur und Geschichte begangen. Viele Bildungseinrichtungen nutzen den Anlass, um auf ihre Chinesisch-Programme aufmerksam zu machen und die Bedeutung interkultureller Verständigung zu betonen.

Weitere Gedenktage am 20. April: In verschiedenen Ländern wird heute auch der Tag des Baumes begangen, der auf die Bedeutung des Waldschutzes aufmerksam macht. Zudem ist es der Internationale Kiffertag (420), ein inoffizieller Aktionstag der Cannabis-Kultur.