Ein seit Samstagabend vermisster 40-jähriger Mann aus Walkenried ist am Sonntagnachmittag gegen 15.35 Uhr von einem Polizeihubschrauber gefunden worden. Der Gesuchte lag unterkühlt, aber wohlauf an einer Böschung in unmittelbarer Nähe zur Landesstraße 604 bei Steina im Landkreis Göttingen.
Ein Rettungswagen brachte den Mann vorsorglich zur ärztlichen Begutachtung in ein Krankenhaus. Für die Bergung musste die Landesstraße kurzzeitig in beide Richtungen gesperrt werden.
Nach eigenen Angaben war der Walkenrieder zu Fuß auf dem Heimweg gewesen. Als er den Weg abkürzen wollte, stürzte er in unwegsamem Gelände an der Böschung und konnte anschließend nicht mehr allein aufstehen. Eine Hilfe-Nachricht konnte er nicht absetzen, da der Akku seines Handys leer war.
Bereits am Samstagnachmittag gegen 14.40 Uhr hatte eine Polizeistreife den späteren Vermissten an der L 604 angetroffen und mit ihm gesprochen. Ein Autofahrer hatte die Beamten alarmiert, weil der Mann auf der Straße ging. Im Gespräch ergaben sich für die Polizisten keine Hinweise auf eine Hilfsbedürftigkeit oder gesundheitliche Einschränkungen. Auf Anraten der Beamten setzte der Mann seinen Heimweg nach Walkenried auf einem neben der Fahrbahn verlaufenden Feldweg fort.
Wie sich später herausstellte, hatte der 40-Jährige kurz nach dem Polizeikontakt den Weg verlassen, um eine Abkürzung zu nehmen. Dabei geriet er in die hilflose Lage, aus der er sich nicht selbst befreien konnte.
Als der Mann am Samstagabend bis 22.00 Uhr nicht in seine Unterkunft in Walkenried zurückkehrte, informierten die Verantwortlichen des Heims die Polizei. Die Beamten leiteten sofort umfängliche Suchmaßnahmen ein, die am Sonntag verstärkt und schließlich mit dem Hubschraubereinsatz erfolgreich abgeschlossen wurden.