Am 21. April 2026 beginnt das Ridvanfest, das bedeutendste Fest im Bahai-Kalender. Es markiert den Beginn einer zwölf Tage andauernden Feier, die bis zum 2. Mai andauert. Das Ridvanfest erinnert an ein zentrales Ereignis in der Geschichte der Bahai-Religion: die Verkündigung des Religionsstifters Baha’u’llah im Jahr 1863.
Baha’u’llah, der Gründer der Bahai-Religion, verbrachte zwölf Tage im sogenannten „Garten Ridvan“ (Najibiyyih Garten) in der Nähe von Bagdad. Während dieser Zeit erklärte er seinen Anhängern seine Mission und seine göttliche Sendung. Diese Verkündigung gilt als ein entscheidender Moment in der Geschichte der Bahai und wird daher jedes Jahr mit dem Ridvanfest gefeiert. Die Bedeutung dieses Ereignisses liegt in der Bestätigung der Unabhängigkeit und Eigenständigkeit der Bahai-Religion von anderen Glaubensrichtungen.
Das Ridvanfest wird weltweit von Bahai-Gemeinden mit verschiedenen Feierlichkeiten begangen. Diese umfassen oft Gebete, Lesungen aus den Schriften Baha’u’llahs und gemeinschaftliche Zusammenkünfte. Die ersten, neunten und zwölften Tage des Ridvanfestes sind besonders heilig und werden als Feiertage begangen, an denen die Bahai von der Arbeit freigestellt sind.
Die Bahai-Religion, die im 19. Jahrhundert im Iran entstand, hat heute Anhänger in vielen Ländern der Welt. Sie betont die Einheit der Menschheit, die Gleichheit der Geschlechter und die Harmonie zwischen Religion und Wissenschaft. Das Ridvanfest bietet den Gläubigen die Gelegenheit, diese Prinzipien zu reflektieren und ihre Gemeinschaft zu stärken.
Die Ursprünge des Ridvanfestes sind tief in der Geschichte der Bahai verwurzelt und bieten einen Einblick in die Entwicklung und die zentralen Lehren dieser Religion. Die Feierlichkeiten sind ein Ausdruck der Dankbarkeit und der Freude über die Offenbarung Baha’u’llahs und seine Botschaft der Einheit und des Friedens.