Seit 2017 wird jährlich am 21. April der Welttag der Kreativität und Innovation begangen. Die Vereinten Nationen haben diesen internationalen Aktionstag ins Leben gerufen, um die Bedeutung kreativer und innovativer Ansätze für die nachhaltige Entwicklung der Menschheit zu würdigen.
Der Gedenktag geht auf eine Initiative Kanadas zurück und wurde von der UN-Generalversammlung offiziell anerkannt. Das Datum 21. April wurde bewusst gewählt: Es liegt eine Woche vor dem Welttag des geistigen Eigentums am 26. April und soll die Verbindung zwischen Kreativität, Innovation und intellektuellem Eigentum verdeutlichen.
Kreativität und Innovation gelten als Schlüsselfaktoren für wirtschaftliches Wachstum und gesellschaftlichen Fortschritt. Nach Angaben der UNESCO trägt die Kreativwirtschaft weltweit rund 3,1 Prozent zum globalen Bruttoinlandsprodukt bei und beschäftigt etwa 50 Millionen Menschen. Besonders in Zeiten globaler Herausforderungen wie dem Klimawandel oder der digitalen Transformation sind innovative Lösungsansätze gefragt.
Der Aktionstag soll das Bewusstsein dafür schärfen, dass Kreativität nicht nur in den klassischen Kunstbereichen, sondern in allen Lebensbereichen von Bedeutung ist – von der Wissenschaft über die Technologie bis hin zur Problemlösung im Alltag. Unternehmen, Bildungseinrichtungen und Regierungen werden dazu ermutigt, kreative Denkprozesse zu fördern.
Weltweit organisieren Schulen, Universitäten, Museen und Kultureinrichtungen am 21. April Workshops, Ausstellungen und Diskussionsrunden. Unternehmen nutzen den Tag für Innovationsworkshops und zur Präsentation kreativer Projekte. In den sozialen Medien teilen Menschen unter verschiedenen Hashtags ihre kreativen Arbeiten und Ideen.
Weitere Gedenktage am 21. April sind der Tag der Kindergärtnerin in Deutschland, der an Friedrich Fröbel erinnert, sowie in Brasilien der Tag der Inconfidência, ein nationaler Feiertag zur Erinnerung an einen historischen Aufstand. In Rom wird traditionell der Parilia gefeiert, ein antikes Fest zur Stadtgründung.