Bei einer Schwerpunktkontrolle auf der Autobahn 1 haben Polizeibeamte einen extrem überladenen Sattelzug aus dem Verkehr gezogen. Das Fahrzeug war mit 77,7 Tonnen fast doppelt so schwer wie erlaubt unterwegs.
Die Kontrolle fand am Abend des 16. April 2026 zwischen 18:00 und 02:00 Uhr auf der Tank- und Rastanlage Dammer Berge West in Fahrtrichtung Münster statt. Die Polizeihauptkommissarin Schmitz und Polizeikommissar Jakob vom ZVD Osnabrück überprüften dabei gezielt Großraum- und Schwertransporte.
Der auffällige Sattelzug transportierte eine Kabeltrommel mit aufgewickeltem Stahlseil von Dänemark in die Niederlande. Bereits bei der ersten Sichtprüfung erkannten die Beamten die erhebliche Überladung. Die anschließende Wiegung bestätigte den Verdacht: Mit 77,7 Tonnen überschritt das Fahrzeug das zulässige Gesamtgewicht von 37,7 Tonnen um fast 100 Prozent.
Neben der massiven Gewichtsüberschreitung wurden auch die erlaubten Achslasten erheblich überschritten. Zudem lag für den Transport keinerlei erforderliche Genehmigung vor. Die Beamten untersagten die Weiterfahrt und organisierten ein zusätzliches geeignetes Fahrzeug, um die Ladung fachgerecht umzuladen.
Der Fahrzeugführer musste eine Sicherheitsleistung von 785 Euro zahlen. Das verantwortliche Unternehmen erwartet eine Geldbuße von 785 Euro sowie eine Vermögensabschöpfung von mehr als 4.300 Euro.
„Der vorliegende Fall verdeutlicht, welche erheblichen Gefahren durch Missachtung der Vorschriften entstehen können. Neben der akuten Gefährdung des Straßenverkehrs leidet auch die Infrastruktur nachhaltig unter derartig schweren Verstößen. Das ist schon ein heftiger Fall“, erklärte Lars Plogmann, Sprecher der Polizeidirektion Osnabrück.
Die Polizei kündigte an, auch zukünftig konsequent Kontrollen durchzuführen und Verstöße dieser Art mit Nachdruck zu verfolgen.