Die Verkehrspolizei Freiburg hat am Montag, 20. April 2026, zwei stark manipulierte Fahrzeuge aus der Tuning- und Poserszene aus dem Verkehr gezogen. Bei den Kontrollen stellten die Beamten massive Lärmbelästigungen sowie lebensgefährliche technische Mängel fest.
Während einer Streifenfahrt im Freiburger Stadtgebiet fiel den Spezialisten der Verkehrsüberwachung zunächst ein dieselbetriebener Audi SQ5 durch extremes Geräuschverhalten auf. Die anschließende Verkehrskontrolle brachte den illegalen Einbau eines Soundgenerators ans Licht, der gezielt den Klang eines großvolumigen V8-Motors imitierte. Das Fahrzeug verursachte ein Standgeräusch von 96 Dezibel – statt der zulässigen 75 Dezibel. Diese akustische Belastung entspricht der Lautstärke eines Presslufthammers und dient ausschließlich der Erzeugung maximaler Aufmerksamkeit im öffentlichen Raum.
Noch gravierender bewerteten die Beamten den Zustand eines anschließend kontrollierten BMW Coupés. Hier protokollierten sie mehr als zwölf erhebliche und verkehrsunsichere Mängel. Darunter befanden sich technische Veränderungen, die nicht nur unzulässig, sondern konkret gefährlich waren.
So schliffen die Hinterreifen bereits am Radhauskasten, wodurch das Reifenprofil deutlich beschädigt war. Zudem waren die montierten Reifen 12 und 13 Jahre alt und wiesen bereits Rissbildungen auf – ein erhebliches Sicherheitsrisiko. Des Weiteren war eine manipulierte Abgasanlage eingebaut, bei der über eine zusätzlich installierte Klappenkonstruktion die Schalldämpfung vollständig außer Kraft gesetzt werden konnte. Das Ergebnis: maximale Lautstärke bei minimaler Kontrolle.
Die Vielzahl der festgestellten Mängel zeigt nach Einschätzung der Polizei deutlich, dass es sich nicht um einzelne technische Abweichungen handelt, sondern um systematische und bewusste Umbauten mit dem Ziel, Lautstärke und Auffälligkeit über Sicherheit und Vorschriften zu stellen.
Bei beiden Fahrzeugen war damit die Betriebserlaubnis erloschen. Die Kennzeichen sowie Zulassungsbescheinigungen wurden unmittelbar sichergestellt und die Weiterfahrt untersagt. Gegen Fahrer sowie Fahrzeughalter leiteten die Beamten entsprechende Anzeigen ein. Die Verkehrspolizei kündigte an, Kontrollen dieser Art weiterhin konsequent durchzuführen, um die Sicherheit zu erhöhen und die Belastung für Anwohner durch unnötigen Lärm nachhaltig zu reduzieren.