Stand 17:07 Uhr: Für den heutigen Montagabend und die kommende Nacht besteht in Köln kein nennenswertes Gewitterrisiko. Der Instabilitäts-Index liegt bei 0 von 10 – die Atmosphäre ist stabil, die Luft mit 53 % relativer Feuchte zu trocken für konvektive Prozesse, und der Taupunktabstand von über 10 Grad zeigt: Es fehlt schlicht die Grundfeuchte, die Gewitter brauchen. Der Abend bleibt trocken bei angenehmen 17 bis 20 Grad, der Wind weht mit Böen bis 32 km/h aus West – unangenehm frisch, aber harmlos. Niederschlag heute Nacht: praktisch ausgeschlossen.
Warum heute keine Gewitter? Drei Faktoren sprechen klar dagegen. Erstens ist der Instabilitäts-Index bei null – die Luftschichtung ist stabil, warme Luft steigt nicht auf, es bilden sich keine Gewitterzellen. Zweitens liegt der Taupunktabstand bei 10,1 Grad: Meteorologen sprechen ab etwa 7 Grad von einer Problemzone, hier sind wir noch deutlich darüber – die Luft ist zu trocken, um Gewitterfeuchte aufzubauen. Drittens fehlt jede relevante Windscherung, also der Geschwindigkeits- und Richtungswechsel des Windes in verschiedenen Höhen, der Gewitterzellen erst wirklich gefährlich macht. Das Wettersystem bleibt heute Nacht unter Hochdruckeinfluss.
Die nächsten 48 Stunden bringen jedoch eine klare Trendwende. Dienstag, 8. September, kündigt sich mit einem sinkenden Taupunktabstand von nur noch 4,5 Grad bereits als erste Feuchte-Warnzone an – der Instabilitäts-Index steigt auf 3 von 10, die Niederschlagswahrscheinlichkeit liegt bei 54 % mit rund 3,6 mm. Gewitter sind am Dienstag möglich, aber noch kein gesichertes Szenario – das Risiko ist moderat, schauerartige Regenphasen wahrscheinlicher als organisierte Gewitterzellen. Der eigentliche Hochpunkt folgt am Mittwoch, 9. September: Der Instabilitäts-Index springt auf 8 von 10, der Taupunktabstand fällt auf 3,8 Grad, die Böen erreichen 41 km/h bei einer Niederschlagswahrscheinlichkeit von 58 % und erwarteten 11,6 mm. Damit sind am Mittwoch kräftige Schauer und Gewitter wahrscheinlich – das ist das Wetterereignis der Woche.
Für den heutigen Abend sind keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen nötig. Dennoch empfehlen wir, die Entwicklung für Dienstag und Mittwoch im Blick zu behalten: Typische Vorwarnsignale für aufziehende Gewitter sind plötzlicher Temperaturabfall um mehrere Grad binnen kurzer Zeit, rasch zunehmende Böen und eine schnell dunkler werdende Wolkenbank im Westen. Wer am Mittwoch Outdoor-Aktivitäten, Wassersport auf dem Rhein oder längere Fahrten plant, sollte diese wenn möglich auf den Donnerstag verschieben – der zeigt sich mit maximal 13 Grad zwar kühl, aber weitgehend trocken und stabil.
