Baden-Württemberg: Dürre verschärft sich im Süden – Extreme Trockenheit bedroht Landwirtschaft

Die Dürresituation in Baden-Württemberg spitzt sich dramatisch zu: Während weite Teile des Bundeslandes bereits unter moderater Trockenheit leiden, zeigt der aktuelle UFZ Dürremonitor vom 21. April 2026 im Süden des Landes besorgniserregende Entwicklungen mit außergewöhnlicher Dürre.

Aktuelle Dürrekarte Baden-Württemberg (Quelle: UFZ Dürremonitor)
Aktuelle Dürrekarte Baden-Württemberg (Quelle: UFZ Dürremonitor)

Besonders kritisch ist die Lage im südöstlichen Baden-Württemberg: Rund um den Bodensee und in angrenzenden Regionen herrscht laut dem Soil Moisture Index (SMI) bereits außergewöhnliche Dürre, erkennbar an den tiefroten Markierungen auf der Karte. Auch Teile der mittleren Regionen des Landes sind von schwerer Dürre betroffen, während der Großteil Baden-Württembergs unter moderater Trockenheit leidet. Nur vereinzelte kleine Gebiete weisen noch normale Bodenfeuchteverhältnisse auf.

Die Wetterdaten der vergangenen Woche verstärken die Sorge: Mit nur 0,9 Millimetern Niederschlag bei durchschnittlich 11,9 Grad und Höchsttemperaturen von bis zu 21,8 Grad blieben die Böden weitgehend ohne Feuchtigkeit. Die Wetterprognose für die kommenden drei Tage verspricht keine Entspannung – es ist kein Niederschlag zu erwarten, während die Temperaturen zwischen minus 1,5 und plus 20,4 Grad schwanken werden. Diese trockenen Bedingungen können die angespannte Bodenfeuchtesituation weiter verschärfen.

Für die Landwirtschaft bedeutet diese Entwicklung erhebliche Herausforderungen beim Anbau von Frühjahrskulturen. Besonders betroffen sind Obst- und Weinbauregionen im Süden, wo die extreme Trockenheit das Pflanzenwachstum und die Erträge gefährden könnte. Auch die Wasserversorgung steht unter Druck, da die niedrigen Bodenfeuchtigkeitswerte auf sinkende Grundwasserstände hindeuten. Naturschutzgebiete und Wälder leiden ebenfalls unter dem Wassermangel, was die Brandgefahr erhöht.

Den aktuellen Wetterbericht für Baden-Württemberg finden Sie hier.

» Zum Wetterbericht für Baden-Württemberg