Extreme Dürre in Ostbayern spitzt sich weiter zu – Niederschläge bleiben aus

Die Dürresituation in Bayern verschärft sich dramatisch: Der aktuelle UFZ Dürremonitor zeigt für weite Teile Ostbayerns eine außergewöhnliche Dürre. Besonders betroffen sind die Regionen um Regensburg, Passau und das östliche Niederbayern, wo tiefrot eingefärbte Gebiete auf extrem trockene Böden hinweisen.

Aktuelle Dürrekarte Bayern (Quelle: UFZ Dürremonitor)
Aktuelle Dürrekarte Bayern (Quelle: UFZ Dürremonitor)

Während der Westen Bayerns mit gelben Bereichen noch moderate Trockenheit aufweist, herrscht im Osten des Freistaats akuter Wassermangel. Die Karte des UFZ Dürremonitors vom 21. April zeigt ein klares West-Ost-Gefälle: Von den noch relativ feuchten Gebieten im Allgäu und Teilen Frankens bis hin zu den dunkelrot markierten Dürrezonen entlang der tschechischen und österreichischen Grenze. Auch um München und in Teilen Oberbayerns sind bereits kritische orangefarbene bis rote Bereiche zu erkennen.

Die Wetterentwicklung der vergangenen Woche verstärkt die Problematik zusätzlich: Mit nur 1,9 Millimeter Niederschlag in sieben Tagen erhielten die Böden kaum Feuchtigkeit. Gleichzeitig führten Temperaturen von bis zu 21,2 Grad zu verstärkter Verdunstung. Die Wetterprognose für die kommenden drei Tage verheißt keine Entspannung – weitere Niederschläge sind nicht in Sicht, bei anhaltend trockenen Bedingungen und Temperaturen bis 19,4 Grad.

Für die Landwirtschaft bedeutet diese Entwicklung erhebliche Herausforderungen beim Anbau von Sommerkulturen. Viele Landwirte müssen bereits auf künstliche Bewässerung zurückgreifen, was die Betriebskosten deutlich erhöht. Auch die Forstwirtschaft steht vor Problemen: Trockene Böden erhöhen die Waldbrandgefahr und schwächen die Bäume gegenüber Schädlingen. Wasserversorger in den betroffenen Regionen müssen die Grundwasserstände genau im Auge behalten, da bei anhaltender Trockenheit Engpässe drohen könnten.

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