Die Dürresituation in Hessen zeigt sich regional sehr unterschiedlich: Während der Süden des Bundeslandes noch relativ feuchte Böden aufweist, herrscht im nördlichen Hessen teilweise außergewöhnliche Dürre. Das zeigen die aktuellen Daten des UFZ Dürremonitors vom 21. April.

Besonders dramatisch ist die Lage in den nördlichen und östlichen Regionen Hessens, wo sich großflächig dunkelrote bis rote Bereiche zeigen – ein Zeichen für außergewöhnlich trockene bis sehr trockene Böden. Die Gebiete um Kassel und im östlichen Hessen sind am stärksten betroffen. Deutlich entspannter ist die Situation im südlichen Hessen: Hier dominieren gelbe und weiße Flächen, die auf normale bis leicht feuchte Bodenverhältnisse hindeuten.
Die Niederschläge der vergangenen Woche mit durchschnittlich 16,7 Millimetern konnten die angespannte Situation nur bedingt entschärfen. Zwar waren die Temperaturen mit durchschnittlich 10,6 Grad moderat, doch die für die kommenden drei Tage erwartete Trockenheit ohne Niederschlag wird die Bodenfeuchte weiter reduzieren. Die prognostizierten Höchsttemperaturen von 17,4 Grad verstärken die Verdunstung zusätzlich.
Für die Landwirtschaft in Nordhessen bedeutet dies erhebliche Herausforderungen beim Frühjahrsanbau. Besonders Getreide und andere Feldfrüchte könnten unter Wasserstress leiden. Auch die Waldbrandgefahr steigt in den betroffenen Gebieten deutlich an. Wasserversorger müssen die Entwicklung genau beobachten, da sich die Grundwasserstände in den Dürregebieten weiter verschlechtern könnten.
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