Extreme Dürre in Ostdeutschland verschärft sich – Westen erholt sich leicht

Deutschland zeigt sich weiterhin zweigeteilt: Während der Osten unter anhaltender, teils extremer Dürre leidet, entspannt sich die Bodenfeuchtesituation im Westen allmählich. Das zeigen die aktuellen Daten des UFZ Dürrenmonitors vom 21. April 2026.

Aktuelle Dürrekarte Deutschland (Quelle: UFZ Dürremonitor)
Aktuelle Dürrekarte Deutschland (Quelle: UFZ Dürremonitor)

Besonders dramatisch ist die Lage in weiten Teilen Brandenburgs, Mecklenburg-Vorpommerns, Sachsens und Sachsen-Anhalts. Hier herrscht vielerorts außergewöhnliche Dürre mit extrem trockenen Böden – erkennbar an den dunkelroten Bereichen der Karte. Auch Thüringen und das östliche Bayern sind stark betroffen. Im Gegensatz dazu zeigen Nordrhein-Westfalen, Teile Niedersachsens und das westliche Rheinland-Pfalz deutlich bessere Bodenfeuchtewerte mit gelben bis helleren Bereichen.

Die Niederschlagsverteilung der vergangenen Woche spiegelt diese Ost-West-Teilung wider: Während Brandenburg (53,7 mm), Mecklenburg-Vorpommern (51,7 mm) und Berlin (41,7 mm) vergleichsweise viel Regen erhielten, blieben Baden-Württemberg (0,9 mm), Bayern (1,9 mm) und das Saarland (4,9 mm) weitgehend trocken. Die kommenden drei Tage bringen jedoch deutschlandweit keinen Niederschlag – eine Verschärfung der bereits angespannten Situation ist daher zu erwarten. Die milden Temperaturen um 10°C beschleunigen die Verdunstung zusätzlich.

Für die Landwirtschaft bedeutet dies regional sehr unterschiedliche Herausforderungen. Während Landwirte in Ostdeutschland bereits jetzt um ihre Frühjahrsaussaat bangen müssen, können Kollegen im Westen noch auf ausreichende Bodenfeuchte setzen. Die Wasserversorgung in den betroffenen Regionen steht vor einer kritischen Phase, sollten die trockenen Bedingungen anhalten. Auch die Waldbrandgefahr in den östlichen Bundesländern dürfte in den kommenden Tagen deutlich ansteigen.

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Dürreberichte nach Bundesland