Bei der europaweiten Speedweek vom 13. bis 19. April 2026 hat die Polizei Bremen über 3500 Geschwindigkeitsverstöße festgestellt und 50 Fahrverbote verhängt. Die Beamten kontrollierten stadtweit an wichtigen Verkehrsachsen und auf Autobahnen im Rahmen der ROADPOL-Speedweek.
Besonders intensiv waren die Kontrollen am 15. April während des sogenannten „Blitzermarathons“. Allein an diesem Tag registrierten die Einsatzkräfte über 800 Geschwindigkeitsverstöße. Insgesamt stellten die Beamten in der gesamten Aktionswoche 3578 Tempoverstöße fest, darunter zahlreiche schwerwiegende Fälle, die hohe Geldbußen, Punkte in Flensburg und Fahrverbote zur Folge haben.
Die extremsten Verstöße ereigneten sich auf der Stapelfeldtstraße und der Autobahn A1. Auf der Stapelfeldtstraße maßen die Beamten eine Höchstgeschwindigkeit von 109 km/h bei erlaubten 50 km/h. Spitzenreiter war jedoch ein Fahrer auf der A1, der mit mehr als 70 km/h über dem erlaubten Tempolimit unterwegs war.
Die Polizei setzte verschiedene Messtechniken ein: Neben mobilen und stationären Messungen kamen auch der Enforcement-Trailer und der Videowagen zum Einsatz. Zusätzlich zu den Tempoverstößen stellten die Einsatzkräfte weitere Verkehrsverstöße fest, unter anderem Verstöße gegen die Gurtpflicht.
Bremensenatorin Dr. Eva Högl unterstrich die Bedeutung der Kontrollen: „Über 3500 Verstöße in einer Woche – das ist eine deutliche Botschaft. Zu schnelles Fahren ist keine Kleinigkeit. Es kostet Menschen das Leben. Wir werden deshalb weiter kontrollieren: konsequent, stadtweit und gezielt dort, wo Kinder zur Schule gehen und wo ältere Menschen leben.“ Sie betonte, dass Bremen bewusst an der europaweiten Speedweek teilnehme, da Verkehrssicherheit eine gemeinsame Aufgabe sei.
Die meisten kontrollierten Verkehrsteilnehmer zeigten sich einsichtig und nahmen die Kontrollen positiv auf, berichteten die Polizisten nach den Gesprächen vor Ort.