Eine Entenfamilie hat am Donnerstagnachmittag für eine ungewöhnliche Vollsperrung der Autobahn 66 zwischen der Anschlussstelle Langenselbold und dem Langenselbolder Dreieck gesorgt. Gegen 16.30 Uhr mussten beide Fahrtrichtungen gesperrt werden, um zehn Entenküken aus dem dicht bewachsenen Mittelschutzstreifen zu retten.
Eine zunächst eingesetzte Funkstreife konnte vor Ort keine Tiere feststellen. Kurz darauf verdichteten sich jedoch die Hinweise im Dickicht: Die Entenküken hielten sich im Gefahrenbereich des Mittelschutzstreifens auf. Das Muttertier war zuvor offenbar davongeflogen und wurde im weiteren Verlauf nicht mehr gesichtet.
Im Zusammenspiel eines aufmerksamen Bürgers, zweier Funkstreifen sowie der Feuerwehr Langenselbold gelang es schließlich, alle zehn Küken unverletzt einzufangen. Die Tiere wurden anschließend in ein Wildtierzentrum gebracht, wo sie nun versorgt werden.
Nach rund 30 Minuten war die Autobahn wieder frei. „Danke für Ihre Geduld – auch wenn Stillstand im Feierabendverkehr besonders schwerfällt. In diesem Fall hat sich das Warten jedoch gelohnt, denn es ging um das Leben einer kleinen Entenfamilie“, erklärte die Polizei am Donnerstagnachmittag zu dem ungewöhnlichen Einsatz.