Staatsanwaltschaft und Polizei haben zwei Tatverdächtige für einen Großbrand in Brome ermittelt, der im März einen Schaden von 1,5 Millionen Euro verursacht hatte. Die beiden jungen Männer im Alter von 18 und 19 Jahren gestanden bei Vernehmungen nicht nur diesen Brand, sondern auch weitere Brandstiftungen im Landkreis Gifhorn.
Bei dem Feuer Anfang März auf einem Betriebsgelände an der Bahnhofstraße in Brome gerieten über 200 Tonnen Nutzhanf in Flammen. Die Flammen griffen auf einen Teil der Lagerhalle über, wodurch auch 850 Tonnen Braugerste, 65 Tonnen Dünger und weitere 200 Tonnen Hanfstroh beschädigt wurden. Den entstandenen Schaden schätzen die Ermittler allein bei diesem Brand auf 1,5 Millionen Euro.
Der Zentrale Kriminaldienst der Polizeiinspektion Gifhorn übernahm die Ermittlungen und konnte nach intensiver Arbeit die beiden Tatverdächtigen identifizieren. Am 21. April vollstreckten Polizeibeamte parallel richterlich angeordnete Durchsuchungsbeschlüsse an den Wohnanschriften der beiden Männer.
In den anschließenden Vernehmungen räumten die Heranwachsenden nicht nur den Großbrand in Brome ein, sondern gestanden auch weitere Brandstiftungen im Landkreis Gifhorn. Dazu gehören das Entzünden einer Wiesenfläche im September 2025 sowie das Inbrandsetzen von zwei mobilen Jagdkanzeln im Oktober 2025 in Isenbüttel.
Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen am 21. April wurden beide Tatverdächtige in Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Braunschweig auf freien Fuß gesetzt. Die Ermittlungen führt weiterhin der Zentrale Kriminaldienst der Polizeiinspektion Gifhorn unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft fort.