Die aktuelle Dürremonitor-Karte des UFZ Helmholtz-Zentrums zeigt für Baden-Württemberg am 23. April 2026 eine dramatische Verschärfung der Trockenheit im Südosten des Landes. Während große Teile noch moderate Trockenheit aufweisen, leiden die südöstlichen Regionen unter schwerer bis außergewöhnlicher Dürre.

Besonders kritisch ist die Situation im Bereich um Ulm und den angrenzenden Gebieten, wo die Karte tiefrot gefärbte Bereiche zeigt – ein Zeichen für außergewöhnliche Dürre. Auch die Region um Stuttgart und weite Teile des südlichen Baden-Württemberg sind von schwerer Dürre betroffen, erkennbar an den orange-roten Färbungen. Etwas entspannter zeigt sich die Lage im Nordwesten und Westen des Landes, wo die gelbe Färbung auf moderate Trockenheit hindeutet.
Die Wetterdaten der vergangenen Woche unterstreichen die prekäre Situation: Mit nur 0,9 Millimetern Niederschlag war die vergangene Woche außergewöhnlich trocken. Auch die kommenden drei Tage bringen keine Besserung – es wird kein Regen erwartet. An der kritischen Bodenfeuchtesituation ändert das wenige Wasser der letzten Woche praktisch nichts, da solch geringe Mengen nicht in die tieferen Bodenschichten vordringen können, wo die Pflanzen ihre Wasserreserven haben.
Für die Landwirtschaft wird die Situation zunehmend problematisch. Gerade in den schwer betroffenen südöstlichen Gebieten drohen Ernteverluste, wenn nicht bald ergiebige Niederschläge fallen. Auch die Wasserversorgung gerät unter Druck, während die Natur unter dem Wassermangel leidet. Waldgebiete sind besonders vulnerabel und das Waldbrandrisiko steigt kontinuierlich an.
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