Welt-Malaria-Tag: Kampf gegen eine der tödlichsten Krankheiten der Welt

(Symbolbild)

Heute, am 25. April, begehen die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und die internationale Gemeinschaft den Welt-Malaria-Tag. Der 2007 von der WHO ins Leben gerufene Gedenktag soll das Bewusstsein für eine Krankheit schärfen, die noch immer Millionen von Menschen das Leben kostet und ganze Regionen in Armut gefangen hält.

Malaria ist eine durch Parasiten verursachte Infektionskrankheit, die durch den Stich infizierter Anopheles-Mücken übertragen wird. Besonders betroffen sind Länder in Afrika südlich der Sahara, wo etwa 95 Prozent aller Malaria-Fälle und -Todesfälle auftreten. Die Krankheit trifft vor allem die Ärmsten der Armen und perpetuiert einen Teufelskreis aus Krankheit und Armut.

Trotz erheblicher Fortschritte in den vergangenen Jahrzehnten bleibt die Situation alarmierend: Nach WHO-Angaben erkrankten 2022 weltweit schätzungsweise 249 Millionen Menschen an Malaria, 608.000 starben daran – darunter 76 Prozent Kinder unter fünf Jahren. Besonders dramatisch: Nach Jahren des Rückgangs steigen die Zahlen seit 2020 wieder an, nicht zuletzt aufgrund der COVID-19-Pandemie, die Präventions- und Behandlungsprogramme beeinträchtigt hat.

Der diesjährige Welt-Malaria-Tag steht unter dem Motto ‚Zeit zu liefern: Null Malaria beginnt mit mir‘. Die WHO und ihre Partner rufen zu verstärkten Anstrengungen auf, um das Ziel einer malariafreien Welt bis 2030 zu erreichen. Dazu gehören der massive Ausbau von Präventionsmaßnahmen wie imprägnierten Moskitonetzen, die Entwicklung neuer Impfstoffe und die Stärkung der Gesundheitssysteme in betroffenen Ländern.

Weltweit finden heute Aufklärungs- und Spendenkampagnen statt. Gesundheitsorganisationen nutzen den Tag, um über Präventionsmaßnahmen zu informieren und politische Entscheidungsträger zu mehr Engagement zu bewegen. In Deutschland unterstützen das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung sowie zahlreiche Hilfsorganisationen Programme zur Malariabekämpfung in Afrika.

Weitere Gedenktage am 25. April sind der Tag des Baumes in Deutschland, der seit 1952 jährlich begangen wird und das Bewusstsein für die Bedeutung der Wälder schärfen soll. Außerdem ist heute der Internationale Tag der Tierärzte, der die wichtige Rolle von Veterinären für Tiergesundheit und öffentliche Gesundheit würdigt.