Schwere Dürre in Brandenburg und Mecklenburg – Berlin noch glimpflich davongekommen

Die Dürresituation in Ostdeutschland zeigt sich weiterhin dramatisch: Während Berlin und das westliche Umland noch moderate Bodenfeuchtewerte aufweisen, leiden große Teile Brandenburgs und Mecklenburg-Vorpommerns unter extremer bis außergewöhnlicher Dürre. Das zeigt der aktuelle UFZ Dürremonitor vom 23. April 2026.

Aktuelle Dürrekarte Berlin (Quelle: UFZ Dürremonitor)
Aktuelle Dürrekarte Berlin (Quelle: UFZ Dürremonitor)

Besonders drastisch ist die Lage in weiten Teilen Brandenburgs und im Nordosten der Region. Hier färbt sich die Karte tiefrot – ein Zeichen für außergewöhnliche Dürre. Berlin selbst liegt noch in einem gelb-orangen Bereich, was auf moderate bis leichte Trockenheit hindeutet. Die besten Bedingungen herrschen im westlichen Teil der Hauptstadt und ihrem direkten Umland, wo teilweise noch ausreichende Bodenfeuchtewerte gemessen werden.

An der angespannten Dürresituation ändern auch die jüngsten Niederschläge wenig: Zwar fielen in Berlin in der vergangenen Woche knapp 40 Millimeter Regen – ein beachtlicher Wert für diese Jahreszeit. Doch diese Wassermenge reicht nicht aus, um die tieferen Bodenschichten nachhaltig zu durchfeuchten. Die kommenden drei Tage bleiben völlig trocken, bei Temperaturen um 15 Grad wird die Verdunstung die oberflächlichen Feuchtigkeitsreserven schnell aufzehren.

Für die Landwirtschaft in Brandenburg bedeutet dies eine kritische Situation kurz vor der Wachstumsperiode. Besonders Getreide und Raps könnten unter Wassermangel leiden. Auch die Waldbrandgefahr steigt in den betroffenen Gebieten erheblich. In Berlin selbst dürften Parks und Grünflächen zunehmend unter Stress geraten, während die Wasserversorgung der Hauptstadt dank der Reserven noch nicht gefährdet ist.

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