Die aktuelle Dürrekarte des UFZ Helmholtz-Zentrums zeigt für Bremen zum 23. April eine leichte Trockenheit der Böden. Während weite Teile Ostdeutschlands von extremer Dürre betroffen sind, bleibt die Situation im Bundesland Bremen vergleichsweise entspannt.

Der UFZ Dürremonitor weist für Bremen gelbe Bereiche aus, die auf eine beginnende Trockenheit hindeuten. Im Vergleich zu den tiefrot markierten Gebieten in Brandenburg und Sachsen-Anhalt, wo außergewöhnliche Dürre herrscht, ist die Lage an der Weser deutlich günstiger. Die Küstennähe und die maritime Lage Bremens wirken sich weiterhin positiv auf die Bodenfeuchte aus.
Die Wetterdaten der vergangenen Woche zeigen jedoch eine kritische Entwicklung: Mit nur 8,6 Millimetern Niederschlag in sieben Tagen blieb der Regen deutlich unter dem für diese Jahreszeit üblichen Niveau. Die Durchschnittstemperatur von 9 Grad Celsius war für Ende April normal, doch die Höchsttemperatur von 18 Grad verstärkte die Verdunstung. Besonders problematisch: Für die kommenden drei Tage ist kein Niederschlag vorhergesagt, bei Höchsttemperaturen von bis zu 13,9 Grad.
Für die Landwirtschaft in Bremen bedeutet die beginnende Trockenheit noch keine akute Gefahr, doch die Landwirte sollten ihre Bewässerungssysteme überprüfen. Die Natur zeigt erste Stressanzeichen, und auch die Wasserversorgung könnte bei anhaltender Trockenheit unter Druck geraten. Die Situation erfordert aufmerksame Beobachtung, zumal die Prognosen keinen nennenswerten Regen in Aussicht stellen.
Den aktuellen Wetterbericht für Bremen finden Sie hier.