Nordrhein-Westfalen: Extreme Dürre im Osten, Westen erholt sich langsam – 25. April 2026

Nordrhein-Westfalen zeigt ein geteiltes Bild bei der Bodenfeuchtigkeit: Während der östliche Landesteil von schwerer bis außergewöhnlicher Dürre geprägt ist, haben sich die westlichen Regionen teilweise erholt. Der UFZ Dürremonitor vom 23. April 2026 verdeutlicht diese extreme regionale Unterschiede innerhalb des Bundeslandes.

Aktuelle Dürrekarte Nordrhein-Westfalen (Quelle: UFZ Dürremonitor)
Aktuelle Dürrekarte Nordrhein-Westfalen (Quelle: UFZ Dürremonitor)

Besonders kritisch ist die Situation im östlichen Nordrhein-Westfalen, wo weite Teile des Münsterlandes, Ostwestfalen und der Region um Paderborn tiefrot eingefärbt sind – ein Zeichen für außergewöhnliche Dürre. Auch die nördlichen Bereiche um Minden und Bielefeld sowie Teile des südöstlichen Sauerlandes sind stark von Trockenheit betroffen. Demgegenüber zeigen die westlichen Landesteile, insbesondere am Niederrhein und in Teilen des Ruhrgebiets, deutlich bessere Werte mit gelben bis hellbraunen Farbtönen, die auf moderate Trockenheit hinweisen.

Die Wetterdaten der vergangenen Woche mit 12,3 mm Niederschlag und moderaten Temperaturen um 10,4°C konnten die angespannte Lage nur geringfügig entspannen. Die bevorstehenden trockenen Tage ohne erwarteten Niederschlag und Temperaturen bis 18°C werden die Situation weiter verschärfen. Auch wenn vereinzelt Nebel auftritt, reicht die geringe Feuchtigkeit nicht aus, um die tieferen Bodenschichten zu erreichen, die für das Pflanzenwachstum entscheidend sind.

Für die Landwirtschaft bedeutet dies vor allem im Osten des Landes erhebliche Herausforderungen bei der Frühjahrsbestellung und dem Wachstum der Winterkulturen. Wasserversorger in den betroffenen Regionen müssen die Grundwasserstände genau überwachen, während Waldgebiete ein erhöhtes Brandrisiko aufweisen. Die unterschiedlichen regionalen Bedingungen erfordern angepasste Bewässerungsstrategien und wassersparende Maßnahmen.

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