Die Dürresituation in Rheinland-Pfalz zeigt ein besorgniserregendes Bild mit deutlichen regionalen Unterschieden. Laut dem aktuellen UFZ Dürremonitor herrschen besonders im nördlichen Landesteil kritische bis außergewöhnlich trockene Bodenverhältnisse, während der Süden noch vergleichsweise entspannt ist.

Besonders dramatisch stellt sich die Lage in der Region um Koblenz und im Westerwald dar. Hier zeigt die Karte vom 25. April dunkelrote Bereiche, die auf eine außergewöhnliche Dürre hinweisen. Auch weite Teile des Rhein-Lahn-Kreises und angrenzende Gebiete sind von schwerer bis extremer Trockenheit betroffen. Im Gegensatz dazu präsentiert sich der Süden des Landes, insbesondere die Pfalz und Teile der Eifel, mit gelben bis weißen Farbmarkierungen deutlich entspannter – hier herrschen noch normale bis leicht trockene Bodenverhältnisse.
Die Wetterdaten der vergangenen Woche verdeutlichen die Ursache der angespannten Situation: In den letzten sieben Tagen fiel kein Niederschlag, bei Durchschnittstemperaturen von 9,5 Grad und Spitzenwerten bis 19 Grad. Auch für die kommenden drei Tage ist kein Regen in Sicht – die trockenen Bedingungen werden sich daher weiter verschärfen. Die milden Temperaturen bis 17,9 Grad fördern zusätzlich die Verdunstung und entziehen dem bereits ausgetrockneten Boden weitere Feuchtigkeit.
Für die Landwirtschaft bedeutet dies eine zunehmende Belastung, besonders in den betroffenen nördlichen Regionen. Landwirte müssen bereits jetzt über Bewässerungsmaßnahmen nachdenken, während die Forstwirtschaft erhöhte Waldbrandgefahr im Blick behalten muss. Die Wasserversorgung könnte bei anhaltender Trockenheit in den kritischen Gebieten unter Druck geraten, auch wenn akute Engpässe derzeit noch nicht zu erwarten sind.
Den aktuellen Wetterbericht für Rheinland-Pfalz finden Sie hier.