Die Dürresituation in Sachsen hat sich dramatisch verschärft. Der aktuelle UFZ Dürremonitor zeigt zum 25. April 2026 weite Teile des Freistaats in den roten bis dunkelroten Bereichen – ein Zeichen für schwere bis außergewöhnliche Dürre im Boden.

Besonders stark betroffen sind die zentralen und östlichen Regionen Sachsens. Große Gebiete rund um Dresden, Bautzen und die Oberlausitz zeigen die dunkelroten Einfärbungen des Dürremonitors, was auf außergewöhnlich trockene Bodenverhältnisse hindeutet. Auch die Bereiche um Leipzig und Chemnitz sind überwiegend rot eingefärbt. Lediglich im südwestlichen Sachsen, etwa im Erzgebirgsvorland, zeigen sich noch orange bis gelbe Bereiche mit weniger kritischen Bodenfeuchtigkeitswerten.
Die geringen Niederschläge der vergangenen Woche verstärken die problematische Lage. Mit nur 8,8 Millimetern Regen in den letzten sieben Tagen erhielten die ausgetrockneten Böden kaum Nachschub. Die Wetterprognose verschärft die Situation zusätzlich: Für die kommenden drei Tage ist kein Niederschlag zu erwarten, während die Temperaturen auf bis zu 15,3 Grad steigen sollen. Diese trockenen Bedingungen werden die Verdunstung weiter verstärken und die bereits kritische Bodenfeuchtesituation verschlechtern.
Für die sächsische Landwirtschaft bedeutet diese Entwicklung ernste Herausforderungen. Wintergetreide und Raps könnten in ihrer wichtigen Entwicklungsphase unter Wassermangel leiden. Auch die Forstwirtschaft muss mit erhöhter Waldbrandgefahr rechnen, während die Wasserversorger die Grundwasserstände genau beobachten müssen. Die anhaltende Trockenheit gefährdet zudem die Erholung der Vegetation nach dem Winter.
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