Das Saarland zeigt laut UFZ Dürremonitor ein extremes Nord-Süd-Gefälle bei der Bodenfeuchte. Während der Norden des Bundeslandes unter außergewöhnlicher Dürre leidet, präsentieren sich die südlichen Regionen deutlich feuchter.

Besonders dramatisch ist die Lage im nördlichen Saarland: Hier zeigt die aktuelle Karte des UFZ Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung tiefrot eingefärbte Bereiche – ein Zeichen für außergewöhnliche Dürre im Boden. Die zentrale Region um Saarbrücken weist ebenfalls kritische orange bis rote Werte auf. Im Gegensatz dazu stehen die südlichen Landesteile deutlich besser da: Hier dominieren gelbe Farbtöne, die auf mäßig trockene bis normale Bodenfeuchteverhältnisse hindeuten.
Die aktuellen Wetterdaten verstärken die Sorge: In den vergangenen sieben Tagen fiel kein einziger Tropfen Regen, auch für die nächsten drei Tage ist kein Niederschlag in Sicht. Bei Höchsttemperaturen von bis zu 21,5 Grad wird die Verdunstung weiter zunehmen. An der kritischen Bodenfeuchtesituation ändert das anhaltend trockene Wetter nichts – im Gegenteil: Die Böden trocknen weiter aus.
Für die Landwirtschaft bedeutet dies erhebliche Probleme, insbesondere im nördlichen Saarland. Aussaaten könnten nicht keimen, bestehende Kulturen leiden unter Wassermangel. Auch die Waldbrandgefahr steigt in den betroffenen Regionen deutlich an. Die Wasserversorgung gerät zunehmend unter Druck, da die Grundwasserneubildung ausbleibt.
Den aktuellen Wetterbericht für das Saarland finden Sie hier.