Nach einer Diebstahlserie mit einem gestohlenen Mercedes GLA haben Ermittler am 16. April einen 31-jährigen Verdächtigen in der Samtgemeinde Hambergen festgenommen und in eine Justizvollzugsanstalt gebracht. Gegen den Mann lag zu diesem Zeitpunkt ein richterlicher Haftbefehl vor.
Der Fall begann in der Nacht vom 23. auf den 24. März 2026 in Bremervörde: Zunächst stahl der Täter einem Restaurantbesucher den Autoschlüssel – und fuhr anschließend mit dem dazugehörigen Mercedes GLA davon. Damit nicht genug: Zusätzlich montierte er ebenfalls in Bremervörde gestohlene Kennzeichen an den Mercedes, um das Fahrzeug für weitere Taten zu nutzen.
Mit diesem Fahrzeug bestritt der Beschuldigte offenbar eine regelrechte Straftaten-Tour durch Norddeutschland. Die Ermittler werfen ihm Diebstähle aus SB-Hofläden sowie Tankbetrugsdelikte im Raum Bremervörde, Beverstedt und Osterholz-Scharmbeck sowie im Großraum Hamburg vor.
Auf die Spur des Wagens brachte die Polizei am 3. April eine aufmerksame Zeugin, die in der Samtgemeinde Hambergen ein verdächtiges Fahrzeug meldete. Einsatzkräfte der Polizei Osterholz entdeckten daraufhin den gestohlenen Mercedes – versehen mit den gefälschten Kennzeichen. Direkt daneben stand ein weiterer Pkw, ein Lexus, der mutmaßlich in Hamburg gestohlen worden war. An diesem Lexus waren ausgerechnet die originalen Kennzeichen des Mercedes angebracht.
Vor Ort trafen die Beamten auf den 31-Jährigen und zwei weitere Personen. In den beiden Fahrzeugen stellten die Einsatzkräfte mutmaßliches Diebesgut sicher: Schmuck, Bargeld, leere 25-Liter-Kanister sowie Akkus für Gartengeräte. Die genaue Herkunft dieser Gegenstände ist derzeit Gegenstand der Ermittlungen.
Nach seiner Festnahme am 3. April musste der 31-Jährige nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft zunächst wieder auf freien Fuß. Erst am 16. April folgte die erneute Festnahme – diesmal auf Grundlage eines richterlichen Haftbefehls. Seitdem sitzt der Mann in einer Justizvollzugsanstalt. Ob ihm und seinen möglichen Komplizen weitere Straftaten im norddeutschen Raum zuzuordnen sind, prüfen die Ermittler derzeit.
Wer Schmuck oder Werkzeugakkus als sein Eigentum wiedererkennt oder anderweitig Hinweise geben kann, soll sich bei der Polizei Bremervörde unter der Telefonnummer 04761 – 74890 melden.