Zwei Brände im Göttinger Iduna-Zentrum: 27-Jähriger wegen Verdacht auf schwere Brandstiftung festgenommen

(Symbolbild)

Im Göttinger Wohnkomplex am Maschmühlenweg, dem sogenannten Iduna-Zentrum, hat ein 27-Jähriger am Montagmorgen (27. April 2026) offenbar gleich zwei Feuer gelegt. Die Polizei nahm den Tatverdächtigen noch am selben Morgen in Tatortnähe vorläufig fest.

Gegen 06.30 Uhr wurden Polizei und Feuerwehr zu dem Gebäudekomplex alarmiert. Im 11. Obergeschoss hatte es im Flurbereich gebrannt. Als die Einsatzkräfte eintrafen, war der Bereich stark verraucht und zunächst nicht betretbar. Mehrere Bewohnerinnen und Bewohner mussten von den Einsatzkräften aus den betroffenen Etagen ins Freie begleitet werden. Um nach weiteren Personen zu suchen, öffnete die Feuerwehr außerdem mehrere Wohnungen gewaltsam.

Gleichzeitig entdeckten die Einsatzkräfte ein zweites Feuer – diesmal in der Waschküche im Erdgeschoss des Gebäudes. Dort hatten Kleidungsstücke beziehungsweise Unrat gebrannt. Die Feuerwehr löschte beide Brände. Verletzt wurde nach bisherigem Stand niemand.

Die Ermittlungen ergaben schnell den Verdacht auf vorsätzliche Brandstiftung. Nach aktuellem Erkenntnisstand soll der Tatverdächtige zunächst im 11. Obergeschoss Unrat in Brand gesetzt und anschließend in der Waschküche im Erdgeschoss Wäsche beziehungsweise Unrat angezündet haben. Den 27-Jährigen trafen die Einsatzkräfte noch am Montagmorgen in der Nähe des Tatorts an und nahmen ihn vorläufig fest. Die Hintergründe der Tat sind bislang unklar.

Durch die Feuer entstanden Ruß- und Brandschäden im Flurbereich des 11. Obergeschosses sowie in der Waschküche im Erdgeschoss. Die genaue Höhe des Schadens steht noch nicht fest. Die Staatsanwaltschaft Göttingen führt die weiteren Ermittlungen wegen des Verdachts der versuchten schweren Brandstiftung gemeinsam mit der Polizei Göttingen.

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