Am Montagabend, dem 27. April 2026, kam es in der Nürnberger Innenstadt zu mehreren politischen Versammlungen mit insgesamt rund 170 Teilnehmern. Die Polizei hielt die gegnerischen Lager durch Sperrgitter konsequent auseinander und sorgte für einen weitgehend störungsfreien Ablauf.
Ab etwa 18:30 Uhr versammelten sich rund 60 Personen im Bereich der Waaggasse unter dem Motto „Die Regierung zerstört unser Land – Neuwahlen jetzt!“. Gleichzeitig bildeten sich in unmittelbarer Nähe mehrere Gegenproteste, an denen bis zu 110 Personen teilnahmen. Um die Teilnehmer beider Lager voneinander zu trennen, setzte die Polizei Sperrgitter ein.
Gegen 19:15 Uhr setzte sich die erste Versammlung als Demonstrationszug auf ihrer angemeldeten Wegstrecke durch die Innenstadt in Bewegung. Ein Großteil der Gegendemonstranten schloss sich ebenfalls den für sie angemeldeten Gegenaufzügen an.
Im weiteren Verlauf des Abends kam es mehrfach zu Blockadeaktionen: Mehrere Gegendemonstranten setzten sich auf der Wegstrecke des Aufzugs auf den Boden, um diesen aufzuhalten. Die Polizeieinsatzleitung wertete diese Aktionen jeweils als eigene Versammlungen und forderte die Beteiligten wiederholt auf, die Strecke freizumachen. In einigen Fällen konnte der Demonstrationszug die Sitzblockaden umgehen, in anderen wurden sie aufgelöst. Personen, die den wiederholten Aufforderungen nicht nachkamen, trugen Beamte zur Seite, sodass der Aufzug jeweils fortgesetzt werden konnte.
Gegen 21:15 Uhr erklärten die jeweiligen Versammlungsleiter alle Versammlungen für beendet. Im Anschluss prüft die Nürnberger Kriminalpolizei, ob im Zusammenhang mit dem Versammlungsgeschehen weitere Rechtsverstöße vorliegen, und übernimmt die Ermittlungen zu bereits geltend gemachten Straftaten.
Der Einsatz stand unter der Leitung der Polizeiinspektion Nürnberg-Mitte. Beteiligt waren außerdem Kräfte der Polizeiinspektion Zentrale Einsatzdienste Mittelfranken, der Bayerischen Bereitschaftspolizei, der Nürnberger Verkehrspolizei sowie der Kriminalpolizei.