Haftbefehl nach Tötungsdelikt in Erlangen-Bruck – Türke wegen Totschlags in Untersuchungshaft

(Symbolbild)

Nach einem tödlichen Messerangriff in Erlangen-Bruck sitzt ein 66-jähriger Türke in Untersuchungshaft. Das Amtsgericht erließ am Dienstag Haftbefehl wegen des Verdachts des Totschlags, nachdem der Mann am Sonntag einen 63-jährigen Deutschen mit Schnitt- und Stichverletzungen getötet hatte.

Die tödliche Auseinandersetzung ereignete sich am 13. April kurz nach 12 Uhr in der Jenaer Straße. Als die ersten Streifenwagen der Polizeiinspektion Erlangen-Stadt eintrafen, fanden sie das 63-jährige Opfer mit schweren Verletzungen auf einem Fußweg liegend vor. Trotz sofortiger medizinischer Versorgung erlag der Deutsche noch am Tatort seinen Verletzungen.

In unmittelbarer Nähe nahmen die Beamten den 66-jährigen Tatverdächtigen vorläufig fest. Die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth stellte noch am selben Tag Haftantrag gegen den Mann. Am gestrigen Dienstag wurde er einem Ermittlungsrichter vorgeführt, der den Haftbefehl erließ.

Das Fachkommissariat der Erlanger Kriminalpolizei übernahm in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft die Ermittlungen. Der Tatort wurde abgesperrt, umfangreiche Spurensicherungsmaßnahmen eingeleitet und Anwohnerbefragungen durchgeführt. Eine am Dienstag durchgeführte Obduktion bestätigte, dass der 63-Jährige aufgrund der zugefügten Schnitt- und Stichverletzungen verstarb.

Nach bisherigen Erkenntnissen kannten sich Täter und Opfer. Die Hintergründe der Tat sind jedoch noch unklar und Gegenstand der laufenden Ermittlungen. Die Polizei bittet Zeugen, die den Vorfall beobachtet haben oder sachdienliche Hinweise geben können, sich beim Kriminaldauerdienst Mittelfranken unter der Telefonnummer 0911 2112-3333 zu melden.

Weitere Auskünfte zum Fortgang des Verfahrens erteilt die Pressestelle der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth ab Donnerstag unter der Telefonnummer 0911 321-2780.