Betrunkener greift Bundespolizisten am Münchner Ostbahnhof an – Todesdrohungen auf der Wache

Symbolbild

Am Münchner Ostbahnhof hat ein 37-jähriger Münchner am Montagvormittag, 27. April, zunächst einen unbekannten Mann verprügelt und anschließend Bundespolizisten sowie Mitarbeiter der Deutschen Bahn Sicherheit angegriffen, bedroht und beleidigt. Ein Atemalkoholtest ergab später 2,32 Promille, zusätzlich reagierte ein Drogenschnelltest positiv.

Um 10:20 Uhr meldete jemand der Bundespolizei eine Schlägerei an Gleis 5 des Ostbahnhofs. Wie die Ermittlungen bislang ergaben, hatte der Streit zwischen dem 37-Jährigen und einem noch unbekannten Mann zunächst verbal begonnen, bevor beide aufeinander einschlugen. Der unbekannte Kontrahent flüchtete noch vor Eintreffen der alarmierten Streifenbeamten vom Tatort.

Der 37-Jährige blieb vor Ort und sollte von der Bundespolizei kontrolliert werden. Dabei zeigte er sich von Beginn an unkooperativ und verbal aggressiv. Da er wiederholt bedrohliches Verhalten zeigte, fesselten ihn die Beamten zu ihrer eigenen Sicherheit. Beim anschließenden Transport zur Dienststelle schlug und trat der Mann sowohl nach den Bundespolizisten als auch nach den Mitarbeitern der Deutschen Bahn Sicherheit.

Auch auf der Wache beruhigte sich der Münchner nicht: Er bedrohte mehrere Einsatzkräfte mit dem Tod und beleidigte sie fortlaufend. Ein 28-jähriger Bundespolizist erlitt bei dem Einsatz leichte Verletzungen und wurde vorsorglich in ein Münchner Krankenhaus gebracht, blieb aber dienstfähig. Den 37-Jährigen untersuchte der Rettungsdienst – eine weitere medizinische Behandlung war nicht nötig. Nach Abschluss aller polizeilichen Maßnahmen wurde der Mann nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft entlassen.

Die Bundespolizei ermittelt nun wegen Körperverletzung, tätlichem Angriff auf Vollstreckungsbeamte, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, Bedrohung und Beleidigung.

» Weitere Polizeimeldungen