Die Dürresituation in Thüringen hat sich dramatisch verschärft. Der aktuelle UFZ-Dürremonitor vom 27. April zeigt weite Teile des Bundeslandes in dunkelroten und roten Farben – ein Zeichen für außergewöhnliche Dürre und schwere Bodentrockenheit. Nur wenige kleine Gebiete weisen noch normale oder leicht erhöhte Bodenfeuchtewerte auf.

Besonders dramatisch ist die Lage im westlichen und südwestlichen Thüringen sowie in breiten Streifen quer durch das Land. Diese Regionen zeigen die dunkelroten Farbtöne des UFZ-Monitors, die für außergewöhnliche Dürre stehen. Auch der Osten des Bundeslandes ist stark betroffen, wobei hier überwiegend schwere bis moderate Dürrebedingungen herrschen. Lediglich kleinere Bereiche im mittleren Thüringen zeigen noch gelbe bis hellgrüne Farben, die auf normale Bodenfeuchteverhältnisse hindeuten.
Die Wetterentwicklung der vergangenen Woche verstärkt die problematische Lage zusätzlich: In den letzten sieben Tagen fiel kein Niederschlag, bei durchschnittlichen Temperaturen von 8,9 Grad und Höchstwerten bis 17,3 Grad. Auch für die kommenden drei Tage ist kein Regen in Sicht – stattdessen steigen die Temperaturen auf bis zu 20,4 Grad an. Diese anhaltende Trockenheit bei steigenden Temperaturen verstärkt die Verdunstung und verschlechtert die Bodenfeuchtesituation weiter.
Für die Landwirtschaft bedeutet diese Entwicklung massive Probleme: Aussaaten können nicht optimal keimen, bereits gewachsene Pflanzen leiden unter Trockenstress. Auch Wälder und natürliche Ökosysteme stehen unter enormem Druck. Die Wasserversorgung könnte bei anhaltender Trockenheit ebenfalls beeinträchtigt werden, da sich die Grundwasserstände weiter reduzieren. Besonders kritisch wird die Lage, wenn die hohen Temperaturen der kommenden Tage die Verdunstung zusätzlich ankurbeln.
Den aktuellen Wetterbericht für Thüringen finden Sie hier.